Wenn Gargamel Schlumpfine schnappt

Kreativ: Mit dieser Schlumpfinsel nahm die DLRG Krähenwinkel am "Crazy Crossing" auf dem Maschsee teil.Foto: O. Krebs

DLRG Krähenwinkel absolvierte rund 1.300 Wachstunden

Krähenwinkel (ok). Entführung auf dem Waldsee: Gargamel schnappt sich Schlumpfine. Was sich im ersten Augenblick wie ein Drama anhört, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als tolle Aufführung der DLRG Krähenwinkel. Zum zweiten Mal hat eine Gruppe des Vereins beim Fantasiebootwettbau auf dem Maschsee teilgenommen, nachdem sie im vergangenen Jahr mit ihrem Piratenboot "Sieger der Herzen" geworden war. "Mehrere Wochen sind dabei draufgegangen", so Chefkonstrukteur Nick Paul. Der Kreativität waren beim Bootsbau keine Grenzen gesetzt. Die Fässer, die im vorigen Jahr schon zum Einsatz gekommen waren, fanden wieder Verwendung; darüber hinaus wurde mit Hasendraht, Tapetenkleister, Zeitungspapier und Filz gearbeitet, am längsten hat die Gestaltung des Pilzes mit Pappmaché in Anspruch genommen. Nick Paul: "Er darf nicht auseinanderfallen, muss aber trotzdem leicht sein." Kostüme mussten geschneidert werden, und die richtige Schminke war auch notwendig. Denn: "Bei der Aufführung waren wir komplett blau", erinnert sich Nick Paul und meint damit natürlich nicht die Promillezahl; schließlich waren auch einige Minderjährige mit von der Partie, und Alkohol steht bei den Lebensrettern naturgemäß ohnehin nicht so hoch im Kurs.
1.300 Wachstunden sind in der abgelaufenen Saison absolviert worden – glücklicherweise ohne Rettungswagen und nur mit Schnittverletzungen. 200 Arbeitsstunden wurden allein für das Freischneiden der Uferböschung zusammen mit der Anglergemeinschaft benötigt. In den Vorjahren waren es rund 1.800 bis 2.000 Wachstunden, die der 110 Mitglieder starke Verein übernommen hat, dem immer noch Trainingszeiten in Godshorn fehlen. Der Vorsitzende Björn Jüttner sieht im Großen und Ganzen zwei Ursachen für die Entwicklung: "Zum einen war der Sommer nicht so gut, auch wenn es am Ende noch besser wurde; zum anderen fehlen uns gerade am frühen Nachmittag viele Helferinnen und Helfer, die in einem Arbeitsverhältnis stehen oder eine Ausbildung absolvieren."