Wenn Kunst konsumiert wird

Der Besucht im Kunstverein machte Geschmack auf mehr.

Rückblick: Frühstückstreff im Kunstverein

Langenhagen. „Wir haben viel Neues erfahren, die Socken gefunden und unter Garantie nichts angefasst!“, steht nun im Gästebuch des Langenhagener Kunstvereines. Gezeichnet von der Gruppe aus dem Quartierstreff Wiesenau, deren Teilnehmerinnen größtenteils noch nie den Kunstverein in der Walsroder Straße besucht haben. „Ich wohne seit über 60 Jahren in Langenhagen und war noch nie hier.“, sagte eine Teilnehmerin. Das änderte sich also nun am vergangenen Freitag. Und es wird wohl nicht der letzte Besuch gewesen sein.
Denn Martin Giesecke- Ehlers, der für den Kunstverein Führungen für Mensche mit Lebenserfahrung anbietet, schaffte das, was oftmals schwer zu schaffen ist: Er begeisterte die Damen für Kunst, erklärte und diskutierte und brachte ihnen den Alltag im Kunstverein näher. Wie kommt eigentlich eine Ausstellung nach Langenhagen? Und mit welchen Besonderheiten der Künstlerinnen und Künstler müssen sich die Organisatoren auseinander setzen? Wie lange Vorlauf hat eine Ausstellung, bevor sie eröffnet wird? Herr Giesecke- Ehlers erklärte ausführlich und engagiert, wie die Kunst zum Menschen kommt.
Um 11 Uhr startete die Führung durch die aktuelle Ausstellung „aroundabout Jack Jaeger“. Dank dem Seniorenheim Bachstraße stand für die Fahrt von Wiesenau nach Langenhagen ein Kleinbus zur Verfügung. „Das ist wirklich eine richtig gute Sache.“, sagte Claudia Koch, Quartiersmanagerin in Wiesenau. „So können wir die Seniorinnen mitnehmen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind und die sonst womöglich nicht mit gekommen wären.“ Der Ausflug gehörte zum Programm des wöchentlich stattfindenen Frühstückstreffs. Erst frühstücken, dann Kunst konsumieren. Das Konzept ging auf. Und machte Geschmack auf mehr. Wer nun wissen möchte, was es mit den Socken auf sich hat, sollte schnell noch die Ausstellung besuchen.