„Wer kennt den Unterschied?“

Neu und deutlich sichtbar sind die 30-Zone-Schilder an der Brinker Straße zu sehen. Ortsratsmtiglied Eckhard Nöldeke (von links), Ortsbürgermeisterin Ute Biehlmann-Sprung und Boris Ehrhard haben den Verkehr beobachtet. (Foto: G. Gosewisch)

Tempo-30-Zone soll beachtet werden

Godshorn (gg). „Seit drei Monaten gibt es die Tempo-30-Zone auf der Brinker Straße, doch kaum jemand hält sich dran“, sagt Ortsbürgermeisterin Ute Biehlmann-Sprung. Ständig überprüfe sie selbst die Lage. „Fast keiner beachtet, dass Rechts vor Links gilt“, sagt sie. Mit Boris Ehrhardt hat sie den zuständigen Fachmann aus der Stadtverwaltung hinzugezogen. Er vermutet: „Den Unterschied zwischen den Verkehrsregeln von Tempo-30 und Zone-30 kennen wohl nicht alle.“ Zur Aufklärung: In der Zone-30 gilt „Rechts hat Vorfahrt“, auf einer Straße mit Tempo-30-Schild gilt das nicht unbedingt. „Genau das ist das Problem, bisher galt auf der Brinker Straße Tempo 30 mit Vorfahrtsrecht. Die Änderung kommt bei den Autofahrern einfach nicht an“, sagt Boris Ehrhard. Noch einige Wochen will er die Lage beobachten, doch wenn sich nichts ändert, seien zusätzliche Fahrbahnmarkierungen möglich. Dass Tempo-Verstöße geahndet werden, habe sich an der Brinker Straße noch nicht rumgesprochen, so seine Einschätzung. Immer wieder und an verschiedenen Stellen werde geblitzt. Er empfiehlt jedem Verkehrsteilnehmer, sich auf die Verkehrsregeln zu besinnen. Er ergänzt: „Hier gibt es ja auch Spielstraßen, die zur Brinker Straße münden, und hier gilt das gleiche Recht wie aus einer Grundstücksausfahrt kommend. Das weiß wohl auch kaum jemand.“ Bereits in Vorbereitung ist in der Stadtverwaltung nach Auskunft von Boris Ehrhardt die Ausweitung der Zone, so dass in Godshorn über die Kapellenstraße hinaus, bis zur Straße Am Moore, eine größere Zone-30 entstehe, die übrigens keine Zebrastreifen oder Fußgängerampeln vorsehe. Altes Vorhandenes dieser Art müsse aber nicht sofort entfernt oder abgebaut werden.