Wertstoffinsel wird geschlossen

Die Wertstoffinsel an der Karl-Kellner-Straße wird geschlossen. Die Stadtverwaltung bietet drei alternative Standorte in der Umgebung an.Foto: O. Krebs

Stadtverwaltung sieht alternative Standorte

Langenhagen. Bis spätestens Montag, 26. Januar, ziehen Mitarbeiter der Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) die Container auf der Wertstoffinsel an der Karl-Kellner-Straße ab. Der Platz, an dem bisher Altglas, Altpapier und Altkleider entsorgt werden konnten, soll am Dienstag, 27. Januar, gänzlich zurückgebaut werden.
Einhergehend mit der Ankündigung der Standortschließung weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass es im Umfeld der Karl-Kellner-Straße drei andere Wertstoffinseln gibt. Sie befinden sich in der Niedersachsenstraße (gegenüber der Einmündung des Falterweges), in der Leibnizstraße (Ecke Heesternweg) und in der Straße „An der Celler Bahn“ (in Höhe der Straße „Im Blanken Moor“). An diesen Standorten können Altglas und Altpapier von 7 bis 19 Uhr entsorgt werden. Dank dieser im Umfeld vorhandenen Containerstellplätze hat sich die Stadtverwaltung in Absprache mit aha dazu entschieden, die Wertstoffinsel in der Karl-Kellner-Straße zu schließen.
Über den Ende der 1990er Jahren angelegten Containerplatz hatten sich Anwohner und Nutzer beklagt, weil dort auch Sperrmüll und Hausmüll (inklusive Essensreste) entsorgt worden sind. Der Bereich wurde zwar zum Schluss täglich durch aha-Mitarbeiter gereinigt, stichpunktartig vom Außendienst der Stadt Langenhagen kontrolliert und gegen ermittelte ordnungswidrig Handelnde entsprechende Verfahren eingeleitet, an der Gesamtsituation änderte sich jedoch nichts. Der bekannte Rattenbefall ist ein weiterer Grund für die Schließung der Wertstoffinsel.
Der Standort Karl-Kellner-Straße hat sich als ungeeignet für einen Containerstellplatz erwiesen. Der Platz kann mit größeren Fahrzeugen gut angefahren werden, so dass auch sperrige Objekte wie Wohnungseinrichtungen quasi im „Vorbeifahren“ abgeladen wurden. Der Bereich liegt zudem so, dass vor allem in den Nachtstunden ein gewisses Maß an sozialer Kontrolle fehlt. An den zumeist in Wohngebieten angelegten Wertstoffinseln besteht die Möglichkeit, dass die ordnungswidrig Handelnden beim Abladen von wildem Müll von Anwohnern benachbarter Grundstücke gehört oder gesehen werden.