„Wichtig sind die Menschen“

Frankreichaustausch bringt Jugendliche einander näher

Langenhagen. Im Dezember mag das Wetter nicht allzu angenehm sein, aber die adventliche Stimmung in Langenhagen, in Hannover, in Goslar und Bremen begeisterte die französischen Gäste dennoch. 22 15- und 16-jährige Schülerinnen und Schüler aus dem Lycée Jean-Baptiste Corot in Savigny-sur–Orge waren mit ihren beiden Lehrerinnen in der vergangenen Woche zu Gast bei ihren Austauschpartnern aus dem 10. und 11. Jahrgang der IGS Langenhagen.
Der auf jeweils acht Tage angelegte Aufenthalt ist eigentlich zu kurz, um wirklich richtig einzutauchen – und doch lang genug, um viel vom Leben der Jugendlichen im anderen Land zu erfahren. „Vieles ist ähnlich in unseren beiden Staaten, doch das Spannende liegt im Detail, und da ist auch Vieles anders und neu. Seid neugierig aufeinander“, begrüßte IGS-Schulleiter Wolfgang Kuschel die Gäste und fuhr fort: „Ihr merkt, wie schnell aus Fremden Freunde werden können und wie wichtig diese Erfahrung ist. Europa besteht nicht nur aus ‘Märkten’, sondern die verschiedenen Menschen sind wichtig.“
In diesem Jahr stand das gemeinsame schulische Programm im Zeichen der Musik; das gemeinsame Projekt drehte sich um Musik in der jeweiligen Muttersprache. Dies war für die deutschen Schülerinnen und Schüler günstig: Deutschsprachige Musik hatte in diesem Jahr viel Erfolg bei den Jugendlichen, die gerne Interpreten wie Clueso, Tim Bendzko, Bourani oder die Sportfreunde Stiller in ihr Austauschprojekt integrierten. Die französischen Schülerinnen und Schüler präsentierten ihrerseits Umfragen zum Musikgeschmack ihrer Altersgruppe.
Mitte November war die deutsche Gruppe zu Gast in und bei Paris gewesen, dabei bekam eine Teilnehmerin viel vom Leben im karibischen Martinique mit, da ihre Gastfamilie erst kurz zuvor von dort eingewandert war. Alle Schülerinnen und Schüler konnten die unterschiedlichen strukturellen Bedingungen des Großraums Paris und seiner Vorstädte erleben und diese mit den Bedingungen der Region Hannover vergleichen. Eines der schönsten Erlebnisse war allerdings für alle der Blick auf den Eiffelturm.
„Ein Dank geht an alle gastgebenden Familien hier und in Paris“, gab Bürgermeister Fischer den Jugendlichen und ihren Eltern sowie den betreuenden Lehrerinnen Isabel Wagemann-Steidel und Beate Bräutigam mit. Letztere bedankten sich ebenfalls sehr herzlich für die Gastfreundschaft der Langenhagener Familien, die solche Projekte erst möglich machen – und das bereits seit vielen Jahren.

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