„Wie das Wasser im Dorfbrunnen“

Gundula Ruge (von links), Hauke Jagau, Caren Marks, Mirko Heuer und Christine Paetzke-Bartel bei der Feierstunde im Mehr-Generationen-Haus. (Foto: G. Gosewisch)

30 Jahre Mütterzentrum und zehn Jahre MGH

Langenhagen (gg). „Über allem steht die bejahende Lebenseinstellung“, sagte Christine Paetzke-Bartel anlässlich des Empfangs zum 30-jährigen Bestehen des Vereins Mütterzentrum, aus dem heraus sich vor zehn Jahren das Mehr-Generationen-Haus (MGH) gebildet hat – eine Einrichtung, gefördert vom Bund, vom Land und der Stadt Langenhagen. Wer auch immer hineingeht, offen für jedermann an der Konrad-Adenauer-Straße, dem Rathaus gegenüber, bekommt Rat zu Alltagsfragen oder Hilfe bei Alltagssorgen. Es gibt Gesprächskreise, Hobby-Gruppen, einen Second-Hand-Raum, Integrationshilfen und vieles mehr. Menschen lernen sich kennen, die sonst nichts miteinander zu tun hätten. „Früher gab es den Dorfbrunnen, an dem man sich getroffen hat. Nun gibt es das MGH, das so nötig ist, wie das Brunnenwasser“, ergänzte Christine Paetzke-Bartel, MGH-Leiterin im Team mit insgesamt sieben hauptamtlichen und 38 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, darunter Helferinnen der ersten Stunde, wie Ursula Miersch oder Gundula Ruge. Patin der ersten MGH-Stunde ist Caren Marks, SPD-Bundestagsabgeordnete im hiesigen Wahlkreis. Sie gratulierte bei der Feierstunde im Namen der Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. Sie betonte den Wert der Begegnungsstätte als „Ort, an dem Vorurteile abgebaut werden können.“ Demokratie werde nicht vererbt, müsse jeden Tag auf das Neue mit Leben erfüllt werden, was im MGH gegeben sei. „Für ein gutes Miteinander in der Gesellschaft wird hier gearbeitet“, ergänzte die Bundetagsabgeordnete. Dass soziales Engagement dringend nötig sei, betonte auch Hauke Jagau, Regionspräsident, in seinen Grußworten. Das MGH sei eine Erfolgsgeschichte, weil vieles realisiert worden sei, was früher undenkbar war. „Nun müssen wird daran arbeiten, dass die Gesellschaft nicht noch kinderfeindlicher wird“, sagte er. „Zuhören, ermöglichen, vermitteln – sie tun etwas und bleiben in Bewegung“, sagte Bürgermeister Mirko Heuer lobend. So soll es weitergehen. Am Rande erklärte Gundula Ruge mit jahrzehntelanger Erfahrung: „Die gesellschaftlichen Veränderungen geben die nächsten Schritte im MGH vor.“