Wiedereröffnung nach mehr als einem Jahr

Der Theatersaal erstrahlt in neuem Glanz. (Foto: D. Lange)

Sanierung des Theatersaals steht kurz vor der Vollendung

Langenhagen (dl). Am Sonnabend, 15. Oktober, ist es soweit. Zeitgleich mit der Premiere zur 36. Ausgabe der Mimuse wird der Theatersaal Langenhagen nach mehr als einjähriger Bauzeit wieder für das Publikum freigegeben. Zuvor jedoch steht noch eine Vorpremiere auf dem Programm, und zwar am Freitag, 7. Oktober um 20 Uhr. Geplant ist eine 60-minütige Show mit Christian Korten, einem Stimmenimitator, der Band Wolfgang Grieger & the High Nees sowie Mitgliedern der Percussion Group Langenhagen und mit Stefan Polzer und Franz Gottwald zwei weiteren Musikern. Für diesen Abend wird von der Stadt ein Kontingent von 200 Eintrittskarten verlost. Die Einzelheiten dazu und wann und wo sich die Interessenten melden können, werden kommende Woche bekannt gegeben. Darüber hinaus wurden etwa 350 ehrenamtlich in Langenhagen tätige Helfer angeschrieben, für deren Einsatz sich die Stadt mit einer Eintrittskarte für die Vorpremiere bedanken möchte. Alle Zuschauer erhalten an diesem Abend einen Fragebogen, auf dem sie ihre Eindrücke vom neu gestalteten Saal festhalten können. Heller ist es geworden, soviel kann man schon sagen, wozu in erster Linie die neue Bestuhlung in hellem Holz mit roten Polstern beigetragen hat. Sie bietet jetzt Platz für 580 Zuschauer. Die Bühnentechnik inklusive Scheinwerfer, Kulissenzüge und Bühnenboden, die Lüftungsanlage, die Brandschutz- und Brandmeldetechnik, die Auslegeware im Saal und Foyer und nicht zuletzt die Toiletten: alles ist neu. Damit einhergehend erfolgte auch „eine optische Verjüngung des Saals“, so der Leiter des Hochbauamts, Carsten Busch. „Wir wollten weg von der 60er Jahre Optik hin zu einem modernen Erscheinungsbild“. Dabei spielte sicher auch die Tatsache eine wichtige Rolle, dass der Theatersaal gewissermaßen im Nebenberuf auch als Schulaula dient. Hinzu kommt, dass sich die Stadt in Sachen Inklusion vom Selbstverständnis her in einer Art Vorreiterrolle sieht. Als Ergebnis dessen verfügt der Saal über zehn weitere Plätze für Rollstuhlfahrer sowie über ein optisches Leitsystem für Blinde und stark Sehbehinderte als auch über Induktionsschleifen zum besseren Verständnis des Tons für Hörgeschädigte. Kontrastierende, sogenannte taktile Bodenelemente führen die Sehbehinderten in den Saal, wo sie von den beleuchteten Reihen- und Sitznummern in erhabener, normaler Schrift sowie in Braille zu ihrem Platz geleitet werden. Die jetzt noch in hellem Beige gehaltenen Wand rund um das Bühnenhaus wird demnächst noch Anthrazitfarben gestrichen, um etwaige Lichtreflexionen zu vermeiden. In diesem Zusammenhang sollten allerdings wünschenswerterweise auch gleich die links und rechts der Bühne befindlichen Luftaustrittsöffnungen mit berücksichtigt werden, um ihnen ihre, vom Bühnengeschehen ablenkende, optische Präsenz zu nehmen.