Wiedersehen nach 56 Jahren

Die Mädchen sangen alle im Chor bei Lehrer Fritsch.

Ehemalige Volksschüler trafen sich in Krähenwinkel

DKrähenwinkel (ne). In Krähenwinkel fand kürzlich ein Klassentreffen im Dorfgemeinschaftshaus statt; das weitgehend von Christine Abelbeck, geborene Hagemann organisiert worden war. Vor 56 Jahren beendeten die Ehemaligen der Klasse 8 der Volkschule Krähenwinkel 1954 ihre Schulzeit, um den Weg ins Leben anzutreten. Es ist das 6. Klassentreffen, das ab 1988 in den vergangenen Jahren nach der Schulentlassung stattfand. Mühsam war es zum ersten Treffen die Ehemaligen ausfindig zu machen. Das Leben hatte sie in alle Winde zerstreut, nur wenige waren in Krähenwinkel und in der heutigen Region Hannover wohnhaft geblieben. Doch mit Unterstützung der Verwaltungsstelle gelang es Christine Abelbeck und Gunda Schmidt, geborene Hase, damals die neuen Adressen im In- und Ausland ausfindig zu machen, eine davon im fernen Neu Seeland. Zum ersten Treffen in der Alten Schmiede reisten dann 23 der Klassenkameraden und Kamereradinnen aus ganz Deutschland an. Zwei Briefe kamen damals aus dem Ausland, in denen dem Teffen ein guter Verlauf gewünscht wurde. Die teilnahmen trennte sich mit dem Versprechen, sich in kürzeren Abständen zu treffen, und das wurde dann in den vergangenen 20 Jahren eingehalten. Dennoch staunten die „Kinder aus Krähenwinkel“, die hier als Erwachsene nicht mehr wohnen, immer wieder, was sich in den jeweiligen Zeitabständen zwischen den weiteren Klassentreffen wieder in Langenhagen getan hatte. So war es auch diesesmal. Es gab wieder viel zu erzählen, nämlich über die Entwicklung der Stadt, über Privates, die Jugendzeit im Dorf sowie den Besuch der alten Schule, schräg gegenüber dem Jägerhof, die heute eine Firma beherbergt. Wie immer kam man bei den Unterhaltungen auf die ehemaligen Lehrer: Schlumm, Fritsch und Klar sowie den Rektor Günter Pfaffenreiter zu sprechen und auch darauf, dass Backpfeifen und sogar körperliche Züchtigung mit dem Rohrstock. Das waren damals bei groben Verstößen gegen die Disziplin eine an den Schulen durchaus erlaubte Erziehungsmethoden. Es genügten aber auch schon Fehler bei den Verbesserungen von Schulaufgaben. Vor allem Jungen, die häufiger mit diesen drastischen, heute unvorstellbaren Methoden Bekanntschaft machten, erzählten das aber wohlweislich selten zu Hause, denn dann setzte es daheim noch extra etwas. Lehrer und Väter waren sich da überwiegend einig. Unvorstellbar ist heute auch, dass ein einziger Lehrer in einem Klassenraum drei verschiedene Jahrgänge gemeinsam unterrichtete. Dennoch, „unsere Schulzeit war schön“, erinnerten sich die Teilnhmerinnen und Teilnehmer des sechsten Treffens an vergangene Zeiten. Nun freuen sie sich schon auf das siebte in nicht allzu ferner Zeit.