Wir-Gefühl und feste Bräuche machen es aus

Die Kaltenweider Schützen mit König und Vorsitzendem Axel Siebert vorn) beim Festumzug. (Foto: O. Krebs)
 
Beim spaßigen Wettkampf hatten die Schützen in Feuerwehrmontur die Nase vorn. (Foto: O. Krebs)

Kaltenweide feiert vier Tag lang ausgelassen sein Schützenfest

Kaltenweide (ok). Sie waren etwas müde, die Füße taten weh, die vier Tage auf dem Kaltenweider Festplatz an der Zellerie hatten sie einfach geschlaucht. Aber Lars Baumgarte und Lars Kähler, die beiden neuen Festleiter, waren auch glücklich und zufrieden, denn bei ihrer Feuertaufe hatte alles gut geklappt. Vorgänger Dirk Trapp, der den Job 15 Jahre lang gemeinsam mit Jörg Baumgarte Das Wetter spielte beim traditionellen Schützenfest zu Pfingsten in Kaltenweide fast ausnahmslos mit, Besuch und Stimmung auf dem Festplatz und an den Abenden im Zelt waren super genauso wie beim Katerfrühstück am Montagmorgen. Es zeigte sich zum wiederholten Male die gute Zusammenarbeit mit dem Festwirt und vor allen Dingen mit der Schaustellerfamilie Musiolek, mit der die Kaltenweider Schützen im nächsten Jahr bereits seit 40 Jahren an einem Strang ziehen. Dort gab es noch eine zweite Premiere, den ersten Auftritt Axel Sieberts als neuer Vorsitzender des Vereins mit mehr als 300 Mitgliedern. Und Siebert trat sogar in Doppelfunktion auf, ist er in diesem Jahr doch auch der Kaltenweider Schützenkönig. In seiner Rede machte er aich für „feste Bräuche“ stark, betonte das Wir-Gefühl, das die Attraktivität von Vereinen ausmache. Jeder werde mit seinen Macken respektiert, gemeinsam werde etwas erlebt. Siebert selbst ist 2008 in den Schützenverein eingetreten worden, wie er schmunzelnd sagte, und bereue heute, dass das nicht schon viel früher der Fall gewesen sei.
Und noch ein Debüt: Ortsbürgermeister Reinhard Grabowsky hatte seinen ersten Auftritt beim Katerfrühstück, beförderte Daniel Hose vom Schützenverein flugs vom Praktikanten des Ortrates zum Assistenten. Diesen Job hatte Hose bereits vor Jahren von Grabowskys Vorgänger Wolfgang Langrehr bekommen. Und Hose machte seine Sache gut, unterstützte Grabowsky bei den Ehrungen. So überreichte der Ortsbürgemeister Fabian Klatt den Ortsratspokal und Samantha Schuppan den Schützentaler. Und er nutzte auch den großen Rahmen beim Katerfrühstück, um dem Kaltenweider Olaf Flassig zu danken. Flassig pflegt seit Jahren in Eigeninitiative eine Fläche an der Kananoher Straße. Kreisschützenmeister Michael Freiberg ehrte darüber hinaus viele Kaltenweider Schützen mit Silber und Gold für langjährige Mitgliedschaften: 15 Jahre dabei sind Kim Josefine und Sina Marie Rehwinkel sowie Martin Seeßelberg, 50 Jahre Siegfried Schneider und sogar 60 Jahre Horst Rehwinkel. Die Ludwig-Dengler-Scheibe holte sich die Samantha Schuppan, das Niedersachsenross Maja Falkenberg. Für besondere Verdienste im Schützenverein Kaltenweide wurde Ralf-Michael Bellmann, Heinz Vogler und Santje Baumgarte mit der bronzenen Ehrennadel ausgezeichnet, Thomas Müller mit der silbernen sowie Stefan Gläser und Jürgen Lübke mit der goldenen. Erstmals verliehen wurde die Feuerwehrkette für den Schützen, der mit einem Doppelteiler am dichtesten an der 112 lag. Die Trophäe holte sich Tobias Dahlke. Eine schöne Verbindung zwischen Schützenverein und Feuerwehr, die schon seit Jahren eine Freundschaft pflegen. Die ruhte am Montagabend allerdings eine Weilchen, denn in zwei Wettkämpfen traten die beiden Fraktionen gegeneinander an. Und dabei hatten die Schützen beim filigranen Transportieren von Bolzen, Wasserbecher und Ei mit einem Spreizer ebenso die Nase vorn wie beim Wettkampf mit dem Stechvogel.