„Wir können mehr als nur kochen“

Tao Huang aus China zeigt Motive und Technik der chinesischen Aquarellmalerei. (Foto: D. Lange)

Langenhagener Projekt im Haus der Region

Hannover (dl). Miteinander reden und voneinander lernen. Was für das Talk Cafè im Wiesenauer Quartierstreff gilt, könnte gleichfalls als Motto für alle Projekte und Initiativen stehen, die vom Integrationsfonds der Region Hannover gefördert werden. Jährlich rund 150.000 Euro stellt der Fonds für integrative Projekte zur Verfügung, um diese mit einer Anschubfinanzierung in den Sattel zu heben und auf den Weg zu bringen. Mit einem Markt der Möglichkeiten im Haus der Region stellte die Koordinierungsstelle Integration der Region Hannover die derzeit laufenden und von ihr geförderten Projekte der Öffentlichkeit vor, deren verbindendes Element der gemeinsame Kulturaustausch ist. Zwar beträgt die Laufzeit der Projektförderung ein Jahr, etliche von ihnen aber konnten sich mit viel Kreativität und Beharrlichkeit auch über diese Zeit hinaus etablieren, was die angestrebte Nachhaltigkeit der Fördermaßnahme aus Sicht der Region eindrucksvoll unter Beweis stellt. Wie am Beispiel des Talk Cafè in Wiesenau zu beobachten ist. Dort treffen sich Zugewanderte aus den verschiedensten Ländern, in der Regel Flüchtlinge aus dem Nahen Osten, mit überwiegend deutschen Bewohnern aus dem Stadtteil, um sich auszutauschen und kennenzulernen. Vor allem wird gerne gemeinsam gekocht, was auf beiden Seiten immer wieder zu neuen Erkenntnissen führt und so manch liebgewonnenes Vorurteil landet am Ende da, wo es hingehört: Nämlich auf dem Müll. „Wir können mehr als nur kochen“ heißt es dagegen bei der asiatischen Frauengruppe in Langenhagen, ein weiteres der geförderten Integrationsprojekte, die ihrerseits einmal im Monat im Quartierstreff zusammenkommt. Und auch dort gilt: Gemeinsam voneinander lernen. Die derzeit etwa 15 Frauen aus verschiedenen asiatischen Nationen widmen sich überwiegend der chinesischen Aquarellmalerei und der Kalligraphie, jener Kunst des Schönschreibens als Ausdruck höchster Ästhetik in der Schriftkultur. Wie in vielen der fernöstlichen Kunstformen ist hier nicht nur das Werk von Bedeutung, sondern auch und vor allem der spirituelle, meditative Aspekt des Herstellungsprozesses.
Initiativen, die sich mit ihrer guten Idee bei der Region um eine Finanzspritze bewerben möchten, können dies noch schriftlich tun bis zum 27. Juni. Die Unterlagen dazu finden sich auf der Internetseite www.hannover.de/integrationsfonds. Informationen gibt es auch telefonisch unter (0511) 616 22 999.