"Wir waren eine ziemlich starke Frauentruppe"

Haben lange Zeit gut zusammengearbeitet: Pastorin Marieta Blumenau (rechts) und die Kirchenvorstandsvorsitzende Elke Zach. (Foto: O. Krebs)

Pastorin Marieta Blumenau verlässt die Emmaus-Gemeinde nach fast 25 Jahren

Langenhagen (ok). Fast ein Vierteljahrhundert lang hat sie in "ihrer" Emmausgemeinde gewirkt, ist vor 24 Jahren von ihrer ersten Pfarrstelle in Osnabrück nach Wiesenau gewechselt. Damals seien Pastorinnen noch eine Seltenheit gewesen, sagt Marieta Blumenau, die jetzt als Springerin in den Kirchenkreis Peine wechselt. An ihren ersten Besuch in der Flughafenstadt erinnert sich die Geistliche zu zu genau: "Feuchte Luft, Wind von Osten und dazu eine laute Autobahn. Ich war mir anfangs gar nicht so sicher, ob ich bleiben soll und will", sagt Marieta Blumenau lachend, doch der damalige Superintendent Gottfried Kawalla habe ihr kaum eine Wahl gelassen. "Wir waren damals eine ziemlich starke Frauentruppe", sagt die heutige Kirchenvorstandsvorsitzende Elke Zach. Marieta Blumenau ist besonders die Zeit Ende der 90er Jahre in Erinnerung geblieben, als in der Emmaus-Gemeinde viele so genannte ABM-Kräfte beschäftigt waren. Blumenau: "Ein richtiger Bautrupp hat sich um die Sanierung des Pfarrhauses gekümmert. Viele Einzelgespräch habe sie geführt, unzählige Konfirmationen, Taufen, Trauungen und auch Beerdigungen organisiert. Jetzt geht es in den Kirchenkreis Peine, und Marieta Blumenau hofft, die Zeiten der Sieben-Tage-Woche ad acta legen zu können. Ihre Pastorenstelle ist neu ausgeschrieben, die Vakanzvertretung übernimmt Dieter Rodekohr. Dazu kommt eine Diakonenstelle für Flüchtlinge und die Gemeindearbeit. Wer Marieta Blumenau persönlich Tschüß sagen möchte, hat am Sonntag, 22. Mai, um 15 Uhr in der Emmausgemeinde Gelegenheit dazu. Dann wird die Pastorin in einem Gottesdienst von ihren Aufgaben im Süden Langenhagens entpflichtet.