„Wir werden nicht weniger“

Demographie: Wirtschaftsclub informiert sich

Langenhagen (sch). Die Menschen in Deutschland werden weniger, die Gesellschaft immer älter – nicht so in Langenhagen. Im Rahmen des 111. Businessfrühstücks informierten sich die Mitglieder des Wirtschaftsklubs am Donnerstag im Nie`t Hus auf Einladung der Entwicklungsgesellschaft über den demographischen Wandel in Langenhagen. Bürgermeister Friedhelm Fischer und Wirtschaftsförderer Jens Monsen konnten dazu einen positiven Ausblick bieten. Ganz im Gegenteil zum Trend scheint Langenhagen durch die Schaffung von Wohnraum für junge Familien im Weiherfeld keinen Grund zur Sorge zu haben. „Wir werden nicht weniger“, lautete die Botschaft des Bürgermeisters mit Blick auf die Prognosen zur Einwohnerentwicklung der Stadt. Mit dem Ansiedlungsprojekt Weiherfeld könne Langenhagen der Alterspyramide auf längere Sicht Stabilität geben. Insgesamt habe die Stadt in den letzten Jahren 1.026 neue Wohneinheiten geschaffen, über 500 weitere sollen in den nächsten Jahren folgen, so Fischer. Doch damit nicht genug: „Es wird eine der großen Aufgaben von Politik und Stadt sein, zukünftig nachzuverdichten“, betonte Monsen mit Blick auf die bestehende Bausubstanz. Im Wohnraumbestand sieht der Wirtschaftsförderer noch viel Optimierungspotenzial, das im Zusammenspiel mit einer guten Infrastruktur wichtig für die Ansiedlungspolitik sei. „Neben weichen Standortfaktoren wie Einkaufsmöglichkeiten oder einem Schwimmbad brauchen wir für junge Familien vor allem eine gute Versorgung im Bereich der Kinderbetreuung und Schullandschaft“, erklärte Monsen. Fischer wies zudem auf die hohe Zahl der am Wohnort beschäftigten Langenhagener hin. Etwa 32.000 Arbeitsplätze biete die Stadt. Diese Zahl stütze sich auch auf einen starken Zuwachs an Gewerbebetrieben über die letzten Jahre hinweg. Die Gewerbesteuereinnahmen seinen 2013 auf einem Allzeithoch gewesen und werden sich 2014 erneut dem Vorjahreswert annähern. Aber der Bürgermeister goss auch etwas Wasser in den Wein: „Die meisten Gewerbesteuereinnahmen müssen wir weiterreichen. Nur ein Bruchteil verbleibt im Haushalt der Stadt.“