Wird „Am Hohen Brink“ gerast?

Die Situation "Am Hohen Brink" hat sich nach Auffassung einiger Anwohner verschlechtert. (Foto: O. Krebs)

Parkverbot soll ausgedehnt, Geschwindigkeit kontrolliert werden

Langenhagen (ok). Wird die neue Parksituation „Am Hohen Brink“ nicht ausreichend deutlich? Und wird in der Straße gerast? Viele Anwohnerinnen und Anwohner empfinden anscheinend so; mehr als 50 Unterschriften sind gesammelt und bei der Stadtverwaltung eingereicht worden. Die Stadtverwaltung hat zu verschiedenen Zeitpunkten gemessen; Zahlen liegen vor. Das Problem: Sie sind wenig belastbar, weil einfach die Relation fehlt. Ausnahme ist eine 24-Stunden-Messung aus dem vergangenen Jahr: Dort gab es in der Tempo-30-Zone 18 Überschreitungen, registriert wird allerdings erst ab 40 Stundenkilometern. Das bewege sich im mittleren unteren Bereich. Um die Geschwindigkeit nach der Verkehrsänderung noch einmal zu kontrollieren, dazu fehlten bei der Stadtverwaltung einfach die Kapazitäten. Außerdem gebe es auch nur ein Seitenradarmessgerät, was zum Einsatz kommen könne. Außerdem sei es dafür ausgelegt, Gefahren- und Unfallschwerpunkte zu kontrollieren. Dem Verkehrsaußendienst lägen darüber hinaus ebenfalls keine weiteren Beschwerden vor. Jael Finkelstein, bei der Stadt Langenhagen für Ordnungswidrigkeiten und Beschilderung zuständig: „Die Verkehrsteilnehmer müssen sich arrangieren.“ Eine Restfahrbahnbreite von 3,30 Meter sei bei parkenden Autos völlig ausreichend; gesetzlich vorgeschrieben seien lediglich 3,05 Meter. Parken auf Gehwegen sei generell verboten, daran änderten auch neue Pflastersteine nichts, die eventuell eine Markierung suggerierten. Weniger als Tempo 30 gehe hier auf keinen Fall, weil „Am Hohen Brink“ nicht den Charakter einer Spielstraße verkörpere. Auf der Fahrbahn könne durchaus versetzt geparkt werden, aber es habe sich eingependelt, dass die Fahrzeuge nur auf einer Fahrbahnseite stünden. Jael Finkelstein will die Anwohner auf jeden Fall nicht im Regen stehen lassen, prüft zum Beispiel, ob sich das Parkverbot von fünf Metern ab einem Kreuzungsbereich ausgedehnt werden könne. Darüber hinaus soll „Am Hohen Brink“ zeitnah noch einmal das Tempo kontrolliert werden. Das scheint auch nötig zu sein, denn im Gespräch mit dem ECHO lassen Anwohner ihrem Unmut freien Lauf. Ein Beispiel: „Wir kommen schlechter auf unsere Grundstücke, und die durchfahrenden Autos fahren viel zu schnell, damit sie nicht Gefahr laufen, entgegenkommenden Fahrzeugen Vorfahrt gewähren zu müssen. Und weiter: „Die krassesten Verkehrsteilnehmer weichen einfach über den Fußweg aus, ohne vorher die Geschwindigkeit zu drosseln.“ Fazit: Vorher sei alles besser gewesen.