Wird das Freibad Wahlkampfthema?

Politik positioniert sich zur Weiternutzung in Godshorn

Engelbostel (gg). Mit einem Antrag macht die CDU-Fraktion im Godshorner Ortsrat auf sich aufmerksam. Demnach soll das Freibad erhalten bleiben, das kombinierte Hallenbad soll, wie vorgesehen, geschlossen werden. Mit Hinweis auf die hohen Eintrittspreise im zukünftigen neuen Schwimmbad an der Theodor-Heuss-Straße werde damit insbesondere Einwohnern und Familien mit geringem Einkommen das Schwimmen ermöglicht. „Das ist Populismus im Wahlkampf“, meint Willi Minne, Ortsbürgermeister und SPD-Ratsmitglied, im Gespräch mit dem ECHO. Völlig unrealistisch sei der Ansatz. Willi Minne ergänzt: „Was bringt ein Freibad ein? Womöglich im verregneten Sommer? Wer findet sich, der das finanzieren will?“ Natürlich habe er nichts dagegen, den Freibad-Betrieb aufrechtzuerhalten, sofern ein privater Investor übernehmen würde.
Eine Aussprache zum Thema hob Eckart Brix (SPD) in der jüngsten Engelbosteler Ortsratssitzung spontan auf die Tagesordnung. „Wir, hier im Westen (von Langenhagen), hatten uns mal verständigt, zusammenzuhalten. Wir müssen uns zum Thema positionieren“, sagte er. „Es ist fatal, dieses Fass wieder aufzumachen“, sagte Mike Scheer (S-VG) mit Rückblick auf das jahrelange Streitthema, und „Wir haben für den Erhalt des Godshorner Bades gekämpft, wir haben vor Jahren verloren.“ Es gelte ein Ratsbeschluss, der nun anzuerkennen sei. Demnach werde das Freibad nur erhalten, wenn es keine städtischen Zuschüsse benötigt. „Das macht Sinn, sonst haben wir den zustand wie vor 20 Jahren mit zwei zu teuren Schwimmbädern in Langenhagen. Das wollen wir nicht zurück.“ Anders, als im aktuellen CDU-Antrag formuliert, müsste die städtische Finanzierung ausgeschlossen sein, betonte auch Engelbostels Ortsbürgermeisterin Gudrun Mennecke. Eckart Brix fasste zusammen: „Ein Prüfauftrag an die Verwaltung, einen Investor zu finden, städtische Zuschüsse aber auszuschließen, macht Sinn.“