„Wissen, was Frieden wert ist“

Rolf Zick (von links), Hans-Erich Arndt und Willi Minne legten am Mahnmal einen Kranz zur Erinnerung an gefallene Flakhelfer und Soldaten nieder. (Foto: G. Gosewisch)

Kranz zur Erinnerung an gefallene Flakhelfer

Langenhagen (gg). Auch 16- und 17-Jährige Schüler mussten während des Zweiten Weltkrieges an der Flugabwehrkanone (Flak), die in Langenhagen aufgebaut war, als Flak-Helfer Wehrdienst leisten. Beim Beschuss der Stellung am 27. September 1943 starben 13 Schüler der Bismark- und Lutherschule (Hannover) und zwölf Soldaten. Zum Gedenken bauten Überlebende und Angehörige noch während des Krieges ein Denkmal, das heute auf dem Gelände der Pferderennbahn an der Theodor-Heuss-Straße steht.
Zum Gedenken an die Gefallenen legt der stellvertretende Bürgermeister Willi Minne einen Kranz an dem Denkmal nieder. In seiner Ansprache betonte er die Mahnung für den Frieden: „Wir müssen auf die Generation hören, die den Krieg miterlebt hat. Überlebende wissen, was der Frieden wert ist.“ Als Zeitzeuge sprach Rolf Zick. Der 94-Jährige betonte, dass das Gedenken an die Gefallenen keine revanchistischen Gedanken zulässt, sondern den Friedenswillen dokumentiert: „Die Kriegsgeneration hat den faschistischen Irrsinn erlebt, wurde missbraucht und hat große Opfer gebracht.“ Dem schloss sich Hans-Erich Arndt an. Der 88-Jährige gehörte zu der Gruppe der Schüler, die als Flakhelfer dienen mussten. Er sagte: „Respekt, dem Nächsten gegenüber, ist wichtig. Die Würde des Menschen ist zu achten.“
Eine Abordnung des Blasorchesters Langenhagen sorgte für den musikalischen Rahmen der Zeremonie.