"Wissen, was gebraucht wird"

Übergabe der Spende des Lions-Club an den Hospizverein mit der zweiten Vorsitzenden Ingrid Kettner (von links), Lions-Club-Präsident Friedhelm Fischer, Rainer Morich, Bernd Vogel und Frank Sporleder. (Foto: D. Lange)

Spende des Lions-Club an den Hospizverein

Langenhagen (dl). Der Lions-Club-Präsident und ehemalige Bürgermeister, Friedhelm Fischer, brachte es auf den Punkt. Bei der offiziellen Übergabe der Spende an den Hospizverein sagte er: „Wir sind ja immer froh, wenn wir vorher einen Wink mit dem Zaunpfahl bekommen, damit wir wissen, was denn so gebraucht wird.“ In diesem Fall brauchte der Hospizverein eine transportable Mikrofonanlage, deren Verstärker für eventuelle Außeneinsätze auch netzunabhängig mit Batterieleistung arbeitet. Zum Verstärker gehört noch das dazugehörige Stativ, ein Mikrofonstativ sowie zwei Mikros. Die Mitglieder des Lions-Clubs haben es sich zur Aufgabe gemacht, soziale Projekte und Einrichtungen zu unterstützen. Dazu unterhält der Club Kontakte in Langenhagen zum Projekt "Satt und Schlau" in Godshorn, zu den Seniorenheimen, zum Projekt Opstapje (Famileinfördeurng) sowie zum Hospizverein und leistet Unterstützung in der Flüchtlingsarbeit. Seine Spenden generiert der Lions-Club aus den Erlösen, die bei Aktionen, überwiegend in der Vorweihnachtszeit, erzielt werden. Mit der Neuregelung des Gesetzes zur Hospiz- und Palliativversorgung, nicht zuletzt durch zusätzliche Leistungen seitens der Krankenkassen, ist die Position der Hospizvereine allgemein gestärkt worden. Dennoch entstehen in der Hospizarbeit, die ausschließlich von Ehrenamtlichen geleistet wird, gelegentlich Finanzierungslücken, die nur durch Spenden aufgefangen werden können. Die Politik hat erkannt, dass es hauptsächlich den Hospizvereinen zu verdanken ist, dass die Begleitung und Versorgung schwerkranker Menschen mehr in das Bild der Öffentlichkeit gerückt und Themen wie Sterben und Tod enttabuisiert wurden. Vor eineinhalb Jahren ist der Langenhagener Hospizverein in sein neues Domizil in der Walsroderstraße 65 umgezogen, wo den 27 ehrenamtlichen und zwei hauptamtlichen Mitarbeitern jetzt sehr viel mehr Platz als bisher zur Verfügung steht.