WLAN und Ortsräte

Langenhagen (gg). Was einfach klingt, kann juristische und wirtschaftliche Probleme mit sich ziehen. Das war das Fazit der Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses zu den Themen „Freies WLAN im Stadtzentrum“ und „Einrichtung von Ortsräten in der Kernstadt“. Obwohl es zu beiden Ideen eigentlich Konsens unter den Fraktionen gibt, gab es Diskussionsbedarf zu der Umsetzung in der Praxis. Der WLAN-Idee attestierte Bürgermeister Mirko Heuer: „Ist eigentlich eine gute Idee, aber die Finanzierung über Werbepartner ist nicht realistisch. Wenn 400 Nutzer gleichzeitig auf dem Marktplatz auf das Netz zugreifen, kostet die Leitung pro Monat 10.000 Euro und dafür Werbepartner zu finden, schaffen wir in der Verwaltung personell nicht.“ Stattdessen plädierte Heuer für die WLAN-Ausstattung der VHS oder der Stadtbibliothek. Während SPD-Fraktionschef Marc Köhler einen Prüfauftrag zur Umsetzung erteilte, sprach sich BBL-Ratsherr Jens Mommsen dagegen aus: „Das ist unsinnig, fast alle Smart-Phone-Nutzer haben eigenen Internetzugang.“ Dem Prüfauftrag von Marc Köhler schloss sich CDU-Fraktionschef Lutz Döpke an, will daraus aber „kein Fass ohne Boden machen“.
Geprüft wird seitens der Verwaltung auch in Sachen Ortsräte für die Kernstadt – Ausgang offen, nachdem ein Gutachten bestätigt hat, dass es zwar unsinnig aber möglich ist, wenn nicht dagegen Klage erhoben wird.