Wohin mit der Kunst?

Die Tage des Kunstwerkes sind – zumindest an seinem jetzigen Standort – gezählt; Bürgermeister Friedhelm Fischer sucht nach einer Lösung. Foto: A. Hesse

Suche nach Lösung für den Obelisken gestaltet sich schwierig

Langenhagen (he). Mit der Kunst hat man es nicht immer leicht – das muss in diesen Tagen einmal mehr die Stadtverwaltung feststellen. Sie ist guten Willens, den mit zahlreichen Glasflaschen gefüllten Obelisken aus Drahtgeflecht auf der Wiese vor dem Schulzentrum zu erhalten; dennoch zeichnet sich bislang keine von allen Seiten akzeptierte Lösung für das Kunstobjekt ab.
Vor rund zehn Jahren hatte der Böblinger Künstler Michael Deiml den Obelisken unter Beteiligung vieler Langenhagener geschaffen; jetzt muss das Kunstwerk dem Neubau am Schulzentrum weichen. Nach dem bevorstehenden Auszug des Schulhausmeisters aus seiner Wohnung an der Konrad-Adenauer-Straße soll in diesem Herbst mit der Vorbereitung des Baufeldes begonnen werden, der Baubeginn für den Neubau ist für Anfang 2012 geplant. Es muss also eine Lösung für den Obelisken her – und die zu finden gestaltet sich schwierig.
Bereits Anfang des Jahres gab es einen Schriftwechsel zwischen der Stadt Langenhagen und Michael Deiml, der sich an einem Rückkauf seines Objektes nicht interessiert zeigte. Die Verwaltung plante zunächst, das Objekt zu entsorgen, stieß damit aber auf einigen Widerspruch in der Bevölkerung. Mit zwei daraufhin vorgeschlagenen Alternativstandorten zeigte sich jetzt Michael Deiml nicht einverstanden – unter anderem stören ihn an einem möglichen Standort in Godshorn die nahen Bäume. Darüber hinaus stellt der Künstler Forderungen, die zu erfüllen die Stadt aus Kostengründen nicht willens ist: Einer Umsetzung des Obelisken will Deiml nur zustimmen, wenn er selbst dabei gegen ein entsprechendes Honorar vor Ort mitwirken kann. Eine reine Umsetzung des Objektes, etwa durch den Bauhof der Stadt, lehnt Deiml nach Auskunft von Stadtsprecher Roman Sickau ab, will stattdessen den Obelisken am neuen Standort selbst neu gestalten.
Einen weiteren Vorschlag an den Künstler hat Bürgermeister Friedhelm Fischer nach eigenen Worten noch im Hinterkopf – falls es auch damit nichts werden sollte, dürfte es für den Erhalt des Kunstwerkes langsam eng werden.

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