„Wovon soll überhaupt abgezogen werden?“

Mit bunten Eiern hat die IGS Langenhagen rund ums Rathaus auf ihre Probleme aufmerksam gemacht. (Foto: O. Krebs)

Sparbeschlüsse der AG Vielfalt werden einmal mehr ad absurdum geführt

Langenhagen (ok). Bald ist Ostern, und einige ungelegte Eier liegen der Schulgemeinschaft der IGS Langenhagen schwer im Magen. Unter dem Motto „Ungelegte Eier! Wann endet das Brüten für die IGS Langenhagen?“ Im Großen und Ganzen geht es um den Haushaltsbegleitantrag der AG Vielfalt, dessen Einsparvorhaben sich mittlerweile zu einer Never-Ending-Story entwickeln zu scheinen. Auch in der jüngsten Sitzung spielten sie wieder eine große Rolle. Im Klartext: Die Verantwortlichen an der Integrierten Gesamtschule befürchten eine Ungleichbehandlung, weil der Rat der Stadt Langenhagen den geplanten Kostenrahmen bei Bauvorhaben um 15 Prozent gekürzt hat. Da bisher – im Gegensatz zum Neubau des Gymnasiums – weder ein Kostenrahmenbeschluss noch ein Raumprogramm vorliege, stelle sich die Frage, wovon 15 Prozent abgezogen würden. Bisher sei die Schulgemeinschaft bei den Planungen von einer Sanierung der Trakte E, F und G ausgegangen. Eine Machbarkeitsstudie, die jetzt im Raum stehe, und Kosten von Neubau und Sanierung gegenüberstelle, hätte schon längst abgeschlossen sein müssen. Der Überlegung mit einem vorgezogenen Neubau auf dem Platz der Peko-Halle zügig Ersatz für die fehlenden Naturwissenschaftsräume zu schaffen, erteilt die IGS Langenhagen eine Absage. Die Schule bevorzuge eine Gesamtplanung. Aber erst, wenn Entscheidungen über die Gebäudeteile E, F und G getroffen seien. Nur so könne ein pädagogisch sinnvolles Gesamtkonzept auf dem Gelände entwickelt werden. Mit der Position des M-Trakts mit der Mensa sowie der Sporthallen lägen schon mehrere Gebäudeteile fest. Dringend notwendige Modernisierungen oder Umbauten im Bestand würden nur sehr zögerlich vorgenommen, da ja ohnehin bald abgerissen oder saniert. Gerade in Sachen Digitalisierung müsse allerdings eine Menge passieren. Eine pauschale Kürzung des Schulbudgets verhindere dringend notwendige Anschaffungen, unter anderem in diesem Bereich. Um im vorösterlichen Bild zu bleiben: Die bisher ungelegten Eier müssten nun dringend gelegt und bebrütet werden. Das dickste Ei sei ein verlässlicher Zeitplan für die Bau- und Sanierungsplanung und deren Umsetzung. Im Klartext: Die Planungen müssen die Gleichbehandlung aller Schulen berücksichtigen – eine Kürzung sei nicht hinnehmbar.
Die ominösen Zahlen 15 Prozent und zehn Prozent geisterten quasi die ganze Zeit durch die Ratssitzung am Montagabend, bei vielen Tagespunkten ging es um den ja fast schon legendären Haushaltsbegleitantrag. So zum Beispiel beim Feuerwehrgerätehaus in Godshorn, bei der Sanierung einer Fahrbahndecke am Rehkamp, bei der Nachfolge für die Aufsuchende Arbeit Maja und auch beim Stellenbesetzungsverfahren. So hat sich Heinrich Kohne (Grüne) beispielsweise ganz stark dafür gemacht, die 15 Prozent bei der Godshorner Feuerwehr zu halten, das Gerätehaus dürfe deshalb höchstens 3,48 Millionen Euro und nicht 4,1 Millionen Euro Kosten. Mit seinem Vorstoß ist er allerdings gescheitert. Fazit: Transparenz und Durchblick in Sachen Etat sieht irgendwie anders aus.