Xavier, Herwart und das Wasser

Die ausgezeichneten und beförderten Feuerwehrleute in Engelbostel mit Ortsbrandmeister Robert Heidrich (links), Stadtbrandmeister Arne Boy (hinten rechts). (Foto: D. Lange)

Feuerwehr Engelbostel zieht Bilanz eines arbeitsreichen Jahres

Engelbostel (dl). Auf der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Engelbostel in Luhmann`s Gaststätte „Zur Post“ ließ Ortsbrandmeister Robert Heidrich das vergangene und zeitweilig auch recht turbulente Einsatzjahr noch einmal Revue passieren. Jeder erinnert sich noch an die ausgesprochen nassen Monate Juni und Juli, als der Dauerregen nicht nur in Niedersachsen ganze Landstriche unter Wasser setzte. Und als ob das noch nicht genug wäre, wüteten im Herbst die Stürme Xavier und Herwart und rissen reihenweise die Bäume aus der Erde. Damit bescherten sie natürlich zunächst den Feuerwehren wieder jede Menge Arbeit. Aus Sicht der Feuerwehr Engelbostel weist die Bilanz des Jahres insgesamt 34 Einsätze auf, davon allein 19 Unwettereinsätze. Unter anderem im Raum Hildesheim, wo die Hochwasserlage kritisch wurde. Dort waren im Rahmen der Regions-Feuerwehrbereitschaft auch Feuerwehrleute aus Engelbostel über einen Zeitraum von 24 Stunden damit beschäftigt, die aufgeweichten Deiche mit Sandsäcken zu stabilisieren. Nach den schweren Herbststürmen im Oktober liefen dann nicht die Wasserpumpen, sondern die Kettensägen im Dauereinsatz, um die vielen entwurzelten Bäume in Langenhagen zu beseitigen. Allein in Kananohe mussten zur Unterstützung der Wehr aus Kaltenweide etwa 32 Bäume aus dem Weg geräumt werden, die dort ein ganzes Wohngebiet blockierten. Neben den Einsätzen des Jahres 2017 steht in Engelbostel wie in Schulenburg, wen wundert`s, das Thema „gemeinsames Feuerwehr-Gerätehaus“ ganz oben auf der Agenda. Das Dauerthema zieht sich nämlich, so Heidrich, seit 2005 durch alle Jahreshauptversammlungen. Deshalb war man in Engelbostel, wie auch in Schulenburg, keineswegs begeistert, als man auch noch die Verschiebung des Baubeginns vom Oktober auf den kommenden März zur Kenntnis nehmen musste. Noch dazu aus der Presse. Wie schon in der Vorwoche in Schulenburg war Stadtbaurat Carsten Hettwer deshalb auch zur Hauptversammlung der Feuerwehr nach Engelbostel gekommen, um die ehrenamtlichen Brandschützer in dieser Angelegenheit über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren. Dennoch aber und abseits aller Einsätze und Probleme durften sich die Langenhagener Feuerwehren aus Anlass ihres 125. Jubiläums aber auch einmal selbst feiern. Sie taten dies sehr ausführlich mit einer rauschenden Ballnacht im Februar im Maritim Airport Hotel und mit einem Straßenfest für alle im August in Godshorn. Zur Hauptversammlung einer Feuerwehr gehören wie immer auch Ehrungen und Beförderungen, als da wären im einzelnen: Für ihre langjährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr wurde die Hauptfeuerwehrfrau Ilka Engelke, 25 Jahre, ausgezeichnet. 40 Jahre: Brandmeister Gero Röber und Hauptfeuerwehrmann Kurt Mörke sowie Hauptfeuerwehrmann Otto Tegtmeier für 60 Jahre Mitgliedschaft.
Zum Oberfeuerwehrmann wurden Julian Schreiber, Sven von der Osten und Christopher Klenke befördert. Guido Wittwer zum ersten Hauptfeuerwehrmann und Michael Rudolph zum Löschmeister. Rene Schulz wurde zum Jugendwart gewählt und Sascha Schröter zum Kinderfeuerwehrwart.