Zahl der Einbrüche steigt erheblich

Jörg Schmelzer, Leiter der Einsatz- und Streifendienstes, kündigt weitere Maßnahmen an. (Foto: G. Gosewisch)

Besonderheiten bei Kriminal- und Verkehrsunfallstatistik Langenhagen

Langenhagen (gg). Keine Drogenszene, 90 Prozent Aufklärung bei Schlägereien und sehr wenige Fälle von Widerstand gegen Polizeibeamte - Kommissariatsleiter Andreas Alder kann sich beim Blick auf die Kriminalstatistik für das Jahr 2013 über weitere Besonderheiten in Langenhagen freuen. So gibt es beispielsweise fast keinen Handtaschenraub auf offener Straße. Detaillierter betrachtet gibt es aber Grund zur Besorgnis und Handlungsbedarf. So hat es beim Warenkreditbetrug und auch beim Taschendiebstahl eine Verdopplung gegeben. „Opfer sind beim Taschendiebstahl fast ausschließlich alte Menschen“, erklärt Alder und weiter, „Situationen beim Einkaufen werden ausgenutzt, wenn eine Geldbörse aus dem Rollator gestohlen wird. Als Täterbeschreibung wird beim Aussehen immer südosteuropäisch angegeben.“ Für die Aufklärung nutze die Polizei gerne die Überwachungsaufnahmen in den Supermärkten. Aber die Mithilfe der Opfer sei sehr wichtig. „Je Zeit naher wir informiert werden, desto größer die Chance auf Aufklärung“, sagt Alder, insbesondere auch mit dem Blick auf die stark steigende Zahl von Einbrüchen. Die Fallzahl in den Jahren zuvor mir rund einhundert konnte im Vergleich mit anderen Kommunen und Städten als relativ gering angesehen werden. Im Jahr 2013 sind 130 Einbrüche angezeigt worden, bei 43 davon blieb es beim Einbruchsversuch. „Eigentum richtig zu sichern, bleibt wichtig. Die Polizei wird die entsprechende Beratung weiter anbieten. Eine besondere Ermittlungsgruppe arbeitet bereits, um die Täter zu fassen", erklärt der Leiter des Kriminalermittlungsdienstes Klaus Waschkewitz.
In Bezug auf die Verkehrsunfallstatistik zieht Jörg Schmelzer, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, positive Bilanz. Insbesondere die deutliche Reduzierung der Unfälle mit Radfahrer-Beteiligung sieht er als Erfolg des erhöhten Kontrolldrucks im vergangenen Jahr. Ansonsten bleiben die Zahlen im Jahresvergleich nahezu konstant. Rund 200 Unfälle im Straßenverkehr gibt es jährlich in Langenhagen mit Personenschaden, davon eine getötete Person. „Das ist sehr bedauerlich. Es liegen unterschiedliche Gründe und Situationen dafür vor“, erklärt Schmelzer. Keine Kreuzung in Langenhagen ist als Unfallschwerpunkt zu sehen. Es gibt eine Häufung gleich gelagerter Unfälle (rund fünf pro Jahr) an einigen Kreuzungen, darunter Straßburger Platz–Ackerstraße, Langenforther Platz, Hessenstraße-Hernammsburger Straße und Bothfelder Straße-Theodor-Heuss-Straße. Die Walsroder Straße mit den Kreuzungen Konrad-Adenauer-Straße und Niedersachsenstraße fällt in einen zweijährigen Beobachtungszeitraum.
Keine besondere polizeiliche Beobachtung mehr gibt es in Engelbostel an der Kreuzung B380-B382 sowie in Langenhagen an den Kreuzungen Theodor-Heuss-Straße-Hoppegartenring und K 325-Karl-Kellner-Straße.