Zahlen und Fakten statt Emotionen

Über einen regen Gesprächsaustausch unter den Delegierten der Frauen Union freuten sich Gastgeberinnen und Sprecherinnen mit Gabriele Spier (von links), Britta Waase, Monika Brüning, Ursula von der Leyen, Ute Krüger-Pöppelwiehe und Cornelia Kupsch. (Foto: G. Gosewisch)

Vortrag von Ursula von der Leyen bei der Frauen Union

Krähenwinkel (gg). Mit einem Plädoyer für moderne Frauenpolitik begeisterte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen im Rahmen des Delegiertentags der Frauen Union (Bezirksverband Hannover), der in den Räumen der Galerie Depelmann an der Walsroder Straße stattfand. Anhand ihres persönlichen Erfahrungsberichts seit ihrer Amtseinführung im Dezember 2013 zog Ursula von der Leyen Parallelen. So habe sie Gleichberechtigung, Chancengleichheit und Transparenz in der Bundeswehr etabliert, insbesondere in Bezug auf die Führungspositionen: „Das war überfällig. Was in der Gesellschaft längst Normalität ist, muss sich auch in einer modernen Bundeswehr widerspiegeln, die ein attraktiver Arbeitgeber sein muss. Frauen sind nicht besser oder schlechter als Männer, sie sind anders.“ Kritik an ihrer Person oder der Tatsachen, dass sie als Frau die Bundeswehr leitet, seien aus dem politischen Umfeld und der Öffentlichkeit gekommen, nicht aus der Truppe. Letztere erwarte Standfestigkeit und Durchsetzungsfähigkeit von ihr und damit sachliche und verlässliche Führungsqualität. „Zahlen und Fakten können den Beleg für nötige Veränderungen liefern, nicht Emotionen oder Vermutungen“, sagte Ursula von der Leyen auch in Bezug auf Führungsaufgaben allgemein.
Weiteren Einblick in neue Bundeswehr-Einrichtungen lieferte Hauptfeldwebel Britta Waase aus dem Familien-Betreuungszentrum der Bundeswehr in einem anschließenden Vortrag.
Gratulation erhielt an diesem Abend Monika Brüning (Oberstleutnant der Reserve), die nun gewählte Ehrenvorsitzende der Frauen Union Bezirksverband Hannover ist.