Zehn Jungvögel in vier Nestern

Prächtig sind zwei Jungstörche in Altenhorst herangewachsen. (Foto: K. Schilling)

Bilanz des Naturschutzbeauftragten für Weißstörche

Langenhagen (gg). „Ein recht gutes Ergebnis“, meldet Reinhard Löhmer, Naturschutzbeauftragter der Region für die Weißstörche, zur Brutsaison seiner Schützlinge. Zu jedem der vier Nester in Langenhagen hat sich ein Weißstorch-Paar im Frühjahr eingefunden, um zu brüten. In Altenhorst und in Schulenburg wurden die Nester besonders früh besetzt, schon Ende März/Anfang April. In Kananohe und in Engelbostel haben sogenannte „Spät-Ankommer aus dem Winterquartier“ Anfang Mai mit dem Brüten begonnen. In Engelbostel war der Nest-Bezug eine Premiere, nachdem es vor mehreren Jahren am Dorfgemeinschaftshaus, Kirchstraße/Ecke Kreuzwippe, neu aufgestellt wurde. „Ich vermute, dass dort ein junges Paar das Nest bezogen hat. Dass es gleich zu einer erfolgreichen Brut gekommen ist, ist ungewöhnlich und gleichermaßen erfreulich“, sagt Reinhard Löhmer. Festzustellen gewesen sei ein gutes Nahrungsangebot. Die Störche konnten vom Mause-Jahr profitieren. Der Experte erklärt dazu: „Bei Feldmäusen kommt es in regelmäßigen Zyklen (etwa alle sieben Jahre) zu einer Massenvermehrung. Warme, trockene Winter begünstigen dies. Der Lebensraum entscheidet über das Gelingen der Brut, weniger das Vorhandensein von Nisthilfen, die von Menschenhand gebaut sind.“
Seit Anfang Juli sind die früh ausgebrüteten Jungen flugfähig. Anlieger beobachten dies mit großer Freude. Hobby-Fotograf Karl Schilling ist regelmäßig vor Ort. Er hat ein Faible für die Schönheit der Natur. Immer wieder fängt er besondere Motive ein. Seine Fotografien der Störche in Altenhorst hat er für das ECHO, dankenswerterweise, zur Verfügung gestellt.