Zehn Stunden pro Tag

Ausweitung der Grundschüler-Betreuung in Sicht

Langenhagen (gg). Zustimmung zeigten alle Ratsfraktionen in der jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses zur Erweiterung der Betreuungszeiten in Ganztagsschulen, ein Beschlussvorschlag der rot-grünen Ratsmehrheit. Die Verwaltung soll in Abstimmung mit den Schulleitungen die Voraussetzung dafür schaffen, dass die Schüler an Werktagen von 7 bis 17 Uhr und in den Ferienzeiten entsprechend versorgt werden. Im Sinn der Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird das zu einem Aufatmen der berufstätigen Eltern führen, so die Erläuterung von Jean-Pierre Hühne. Gleichwohl gibt es einen Haken, denn die Nutzung der erweiterten Betreuungszeit wird mit Kosten verbunden sein.
Bei einem vor Ort Termin vor einigen Tagen haben sich die SPD-Ratsherren Marco Brunotte und Jean-Pierre Hühne in der Friedrich-Ebert-Schule bei Schulleiterin Gabriele Kawan zur Betreuungssituation informiert. Die Umwandlung in eine Ganztagsschule steht hier frühestens im Sommer 2018 an. Das Kombinationsangebot, das Förderverein und Hort zur nachschulischen Betreuung stellen, wird nach Auskunft von Kawan gut angenommen und sei auch ausreichend. Rund ein Drittel der Eltern verzichten auf die nachschulische Betreuung. Der Ganztagsbetrieb läuft bereits in der Grundschule Engelbostel. Nachziehen will die Grundschule Godshorn ab Sommer 2015; darauf folgen im jährlichen Abstand die Grundschule Kaltenweide und die Grundschule Krähenwinkel. Überall sind bauliche Veränderungen wie beispielsweise für eine Mensa zu schaffen. In Gänze ein Sanierungsfall ist die Hermann-Löns-Schule, sodass hier keine Pläne für eine Umwandlung zur Ganztagsschule vorliegen.