Zeichen der Gemeinschaft gesetzt

Die Klassenvertreter Erik Anders (von links), Elise Ostendorp, Amina Abassi, Nadja Seegert und Paul Thiele legten Rosen an den aufgebauten Gedenkpunkt vor dem IGS-Eingang; Imke Roggemann, Klassenlehrerin der 10.5, organisierte die Jahrgangsveranstaltung. (Foto: G. Gosewisch)
Langenhagen (gg). Das Teilnehmen am bundesweiten Gedenken an die Opfer des nationalsozialistischen Regimes gestaltete die IGS-Schulleitung in der Gemeinschaft als Ganzes. Nach einer Durchsage über die Lautsprecher gab es in jedem Klassenraum ein Innehalten, die Lehrer hatten ihre Schüler im Gespräch darauf vorbereitet. Die zehnten Klassen hatten jeweils eine Präsentation vorbereitet, sodass in der Gedenkstunde in der Aula ein Programm gebildet werden konnte, das Imke Roggemann, Klassenlehrerin der 10.5 koordinierte. Berichte und Zusammenfassungen der Gespräche mit Zeitzeugen, der Erfahrung aus dem Besuch der „Gedenkstätte KZ Bergen-Belsen“ wechselten sich mit kleinen gespielten Szenen ab. Den musikalischen Rahmen bot die Bläserklasse mit mahnenden Popballaden wie „Heal the World“ von Michael Jackson. Zur Programm-Ausarbeitung der Schüler erklärt Imke Roggemann: „Sie haben weitgehend selbst entschieden, auch inhaltlich, wie sie sich dem Thema, dem Grauen der NS-Zeit, stellen wollen. Gut war, dass die Schüler mit Interesse mitgemacht haben und engagiert waren.“ Improvisiert wurde im Vorhof zur Schule, indem ein Gedenkpunkt errichtet wurde. Alle Schüler des zehnten Jahrgangs versammelten sich an einem roten Plakat, die Klassenvertreter legten rote Rosen nieder, viele Schüler legten Steine als Sinnbild der Grabruhe ab.
Der Gedenktag wurde im Jahr 1996 durch Proklamation des Bundespräsidenten Roman Herzog eingeführt und auf den 27. Januar festgelegt, da am 27. Januar 1945 Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des KZ Auschwitz-Birkenau, des größten Vernichtungslagers des Nazi-Regimes, befreiten. In seiner Proklamation führte Herzog aus: „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt.“
An der IGS fand der Gedenktag, wegen der Zeugnisausgabe am 27. Januar, bereits am 25. Januar statt.