"Zeit vernünftig eingesetzt"

Die Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe Krähenwinkel freuen sich auf die Sommersaison am Waldsee. (Foto: J. Gundelach)

DLRG-Ortsgruppe Krähenwinkel schwamm an

Krähenwinkel (jg). Das Heulen einer Sirene schallte über das Waldseegelände, ehe das Einsatzfahrzeug zum Stehen kam und die jungen Krähenwinkeler Rettungsschwimmer an den versammelten Besuchern vorbeieilten. Ohne Zögern, doch gewiss nicht ohne einen kleinen inneren Widerstand, wateten sie schleunigst in den Waldsee, um ihre jüngeren Kameraden, die sich bereits im Wasser befanden, zu retten - ein Übungsfall. Nach kurzer Zeit waren alle Opfer abgeschleppt und schließlich standen alle Anschwimmer ein wenig fröstelnd wieder auf trockenem Boden.
Nach dieser Showeinlage, die als spektakulärer Auftakt zur Sommersaison am Waldsee diente, begrüßte der Vorsitzende der DLRG-Ortsgruppe Krähenwinkel Björn Jüttner die Anwesenden am vergangenen Sonntagnachmittag zum alljährlichen Anschwimmen, das passend mit dem 35-jährigen Geburtstag der Ortsgruppe einherging. Während sich die Anschwimmer wieder ihre Vereinskleidung anzogen, klärte er die vor der Wachstation Versammelten über die Vereinsarbeit auf. Er freue sich zudem, dass eine weitere finanzielle Förderung für die Ortsgruppe Krähenwinkel in Aussicht stehe sowie über die Kooperation mit der DLRG-Ortsgruppe Langenhagen, die den Silbersee überwacht. Des Weiteren lobte er besonders das Engagement seiner noch recht jungen Mitausbilder, deren Mitwirkung die gesamte Ausbildung und das Einhalten der Trainingszeiten überhaupt erst möglich mache. „Es macht sehr viel Spaß, besonders in diesem guten Team, sich für den Verein zu engagieren, und ich sehe diese viele Zeit vernünftig eingesetzt“, meint Sebastian Wehmeyer, der zusammen mit Chefausbilder Björn Jüttner, Mattis und Daria Kampen sowie mit Anna Damerow als aktiver Lehrscheininhaber am Mittwochabend und Freitagnachmittag das DLRG-Training vorantreibt. Es fehle nicht an Nachwuchs, jedoch müsse man sich mit zu wenigen Bahnen im Hallenbad für das mögliche Angebot und einer ungünstigen Trainingszeit am Freitag auch zu arrangieren wissen. Sie würden sich auch weiterhin auf ihre Steckenpferde Wasserrettung und Tauchen konzentrieren, mit denen sich viele Interessierte begeistern ließen.
Im Anschluss führte er zusammen mit Björn Jüttner die für viele der Jugendlichen mit Spannung erwartete Siegerehrung der Vereinsmeisterschaft, die vor drei Wochen stattgefunden hatte, durch. Geehrt wurden schließlich alle Teilnehmer in Form einer Urkunde und viele sogar mit einer Medaille sowie, nicht zu vergessen, durch anerkennenden Beifall von der aufgrund des Regens inzwischen unter zwei großen Schirmen versammelten Menge. Außerdem erhielten die jungen Schwimmer für die Leistungen des letzten Jahres Schwimmabzeichen. So absolvierten beim Training an den Freitagen Nieke Jüttner, Lorenz Rädisch, Luka Kaiser und Luis Ferreira da Silva das Silber-Abzeichen und Adrian Oellerich, Henriette Trapp, Marie Gundlach, Matheo Hattendorf, Lena Gundelach sowie Carolin Riechers jeweils mittwochs das Gold-Abzeichen. Damit hört es aber nicht auf, da darüber hinaus auch Rettungsschwimmabzeichen (DRSA) hart erarbeitet wurden. Während Laura-Victoria Schmitz mit dem Juniorretter die Zwischenstufe erklomm, konnten Daria Ossowski, Emilia Ossowski, Alexander Riechers, Jacob Rädisch, Marvin Gundlach, Morten Hattendorf, Jacob Trapp sowie Rieke Lichtenberg und Femke Busch sich über das DRSA Bronze freuen. Zudem erhielt Frederike Heise das silberne und Kai Rosenberg, Anna Damerow und Daria Kampen das goldene Rettungsschwimmabzeichen. Kaan Günay und Pascal Peisker hingegen schafften es, sowohl Silber als auch Gold gleichzeitig zu absolvieren.
Nachdem es so actionreich begonnen hatte, klang das Anschwimmen glücklicherweise ohne weiteren Regen schließlich bei Kaffee, Bratwurst und Kuchen gemütlich aus.