„Zellerie wird immer problematischer“

Nach den Beförderungen und Verpflichtungen endete die Jahresversammlung der Ortsfeuerwehr. Aufstellung nahmen (von links): Arne Boy, Mirko Heuer, Gudrun Mennecke, Oliver Schütte, Uwe Glaser, Andreas Wohlers, Ruben Hattendorf, Laura Schulz, Louis Wenzel, Daniel Ludwick, Norbert Haseler, Björn Raccur, Ralf Dankenbring und Wolfgang Langrehr. (Foto: G. Gosewisch)

Neue Töne zum Gerätehaus bei Feuerwehr-Versammlung

Kaltenweide (gg). „Vielfalt ist unsere Stärke“, so das Fazit der Jahresbilanz von Ortsbrandmeister Ralf Dankenbring, die er im Rahmen der Jahresversammlung darstellte. Die Einsatzarten, 61 insgesamt im Jahr 2015, werden unterteilt in Feuer, technische Hilfe, Brandsicherheitswache, Bombenfund und Weiteres – die Einsatzzahl weist im Jahr 2015 ein Plus in Höhe von 56 Prozent in Bezug auf das Jahr 2014 auf. Zehn Einsätze mussten allein bei Verkehrsunfällen auf der A352 abgearbeitet werden. Übungsdienste, Fortbildungen, Unterstützung der Gemeinschaft wie bei der Feldmarkreinigung oder der Ausrichtung des Osterfeuers – der Jahresbericht zeigt das große ehrenamtliche Engagement innerhalb der Ortsfeuerwehr auf, die mit 55 aktiven Kameraden (darunter sechs Frauen), 15 Kameraden in der Altersabteilung, 16 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und 116 fördernden Mitgliedern gut aufgestellt ist.
Nachdenkliche Töne ergänzten den Jahresbericht des Ortsbrandmeisters in Bezug auf den bisher favorisierten Gerätehaus-Standort Zellerie. Kritisch sieht er die weitere bauliche Verdichtung an der Kananoher Straße, sogar mit weiteren Veranstaltungsräumen. Die Unvernunft der Sporthallen-Nutzer oder der Eltern der Grundschüler beim Parken nehme immer schlimmere Ausmaße an. „Der Tag wird kommen, an dem wir beim Ausrücken zum Einsatz blockiert werden“, warnte Ralf Dankenbring. Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr teilte diese Einschätzung, versprach Abhilfe. So sei denkbar, dass der Festplatz-Rasen dauerhaft als Parkfläche zur Verfügung gestellt wird. Grußworte und Dank an die Einsatzkräfte sprachen neben Wolfgang Langrehr auch Bürgermeister Mirko Heuer und Gudrun Mennecke, Vorsitzende des Feuerschutzausschusses, aus. Stadtbrandmeister Arne Boy betonte die gute und effektive Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und blickt optimistisch auf die Mitgliederzahlen: „Ich bin stolz, dass die Feuerwehr-Familie wächst.“