Zentrale Klavierwerke kennen gelernt

Die jungen Pianisten schlugen leise und auch lautere Töne an.

Gesprächskonzerte am Gymnasium Langenhagen

Langenhagen. Zum dritten Mal seit dem Schuljahr 2013/14 fanden im Gymnasium Langenhagen Gesprächskonzerte statt. In einer Mischung aus Konzert, Interview und Gespräch zwischen Künstler und Publikum hatten Schüler der zehnten Klassen sowie die Musikprofile der Jahrgänge acht, neun und elf die Gelegenheit, zentrale Klavierwerke der Klassik, Romantik und Moderne kennen zu lernen und dabei die Künstler direkt zu befragen.
Zum wiederholten Male hatten sich zwei Pianisten der Ausbildungsklasse Klavier an der hMtMh (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bereit erklärt, dabei auch Besonderheiten des vierhändigen Klavierspiels zu demonstrieren.
Unterstützt werden sie dabei von einigen Schülern der Musikprofilklassen, die sich in den Wochen zuvor im Unterricht auf die erklingenden Musikwerke vorbereitet hatten und mit fiktiven Komponisten-Interviews in die Hintergründe der Kompositionen einführten.
So fragten sie zum Beispiel zu den Liebeslieder-Walzern von Johannes Brahms nach unerfüllten Liebessehnsüchten in dessen Leben und entlovkten ihm dabei einige Geheimnisse. Das Schicksal des von den Nationalsozialisten verfolgten Komponisten Erwin Schulhoff war ebenso Thema sein wie die heroischen Zeiten der Französischen Revolution, die Beethoven zur Komposition der „Pathétique“ beflügelten. Da durfte natürlich Chopin nicht fehlen, der angesichts des von Russland blutig unterdrückten polnischen Aufstands 1830 seine Revolutionsetüde schrieb. Leise Töne wurden im Interview mit dem Komponisten Prokofjew angeschlagen, der den Selbstmord eines seiner besten Freunde in einer Klaviersonate zu verarbeiten versuchte. Der Komponist Schostakowitsch berichtet eschließlich, wie produktiv und modern man mit dem Erbe Johann Sebastian Bachs im 20. Jahrhundert umgehen kann.