Zentrale Stelle für Notfälle

Freuen sich über den Start der Bereitschaftsdienstpraxis im Klinikum Großburgwedel (von links): Ronald Gudath, Geschäftsführender Direktor, Antje Hoffmann, ärztliche Direktorin, Bernhard Specker, Geschäftsführer KVN Bezirksstelle Hannover und Kim Gappa, Referentin der Geschäftsführung.

Langenhagener und Wedemärker müssen nach Großburgwedel

Langenhagen-Großburgwedel. Wie im ECHO bereits angekündigt, ist nun die Umstruktuierung des medizinischen Bereitschaftsdienstes vollzogen - mit Wirkung auch für Langenhagen und die Wedemark. Zugeordet ist nun das Regionsklinikum Großburgwedel. Hierdurch ist eine Zentrale für Notfallpatienten geschaffen worden. "Die Versorgung der Patienten wird so optimiert und beschleunigt, denn nun können sowohl Patienten, die typischerweise ambulant in den Bereitschaftspraxen der niedergelassenen Ärzte behandelt werden würden, als auch Patienten, die aller Vorrausicht nach einer stationären Unterbringung benötigen, unter einem Dach versorgt werden", so die Meldung des Klinikums. Der dem Krankenhaus angegliederte ärztliche Bereitschaftsdienst für Kassenpatienten ist dabei zuständig für nicht lebensbedrohliche Beschwerden wie Grippe, Fieber, starke Bauchschmerzen, Erbrechen oder kleine Wunden, mit denen normalerweise ein niedergelassener Arzt während der Sprechstunden in der Praxis aufgesucht würde. Kann der Patient aber für die Behandlung aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten, steht der ärztliche Bereitschaftsdienst bereit. Erweist sich die Erkrankung dann doch einmal als schwerwiegender, so ist die direkte Anbindung an das Klinikum Großburgwedel gegeben. „Hiermit erreichen wir sowohl eine besser abgestimmte und zielführende Versorgung aller Patienten als auch eine gemeinsame eng verzahnte Struktur für die Behandlung von Notfällen. Diese Synergien wollen wir nutzen“, sagt Antje Hoffmann, Ärztliche Direktorin der Regionsklinikum Standorte Großburgwedel, Lehrte und Laatzen. Bernhard Specker, Geschäftsführer der KVN-Bezirksstelle Hannover (Kassenärztliche Vereinigung), ergänzt: „Die Angliederung der Bereitschaftsdienstpraxis an das Klinikum Großburgwedel und die enge Zusammenarbeit zwischen Krankenhaus und niedergelassenen Ärzten sind ein wichtiger Schritt zur optimierten Vernetzung der ambulanten und stationären Versorgung. Dies trägt auch dem Wunsch des Gesetzgebers Rechnung. Die KVN hat daher bereits über 60 Bereitschaftsdienstpraxen an niedersächsischen Krankenhäusern eingerichtet.“
Das Klinikum Großburgwedel ist laut Routenplaner aus dem gesamten neuen Bereitschaftsdienstbereich innerhalb von 20 bis 25 Minuten zu erreichen. Die Öffnungszeiten der neuen Bereitschaftsdienstpraxis lauten wie folgt: Samstag, Sonntag 10 bis 14 Uhr sowie 17 bis 20 Uhr. An den Wochentagen erfolgt die Versorgung aller Notfallpatienten jederzeit wie gewohnt in der zentralen Notaufnahme des Klinikums Großburgwedel.
Die Bereitschaftspraxiszeiten an Wochenendtagen werden von den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten des Bereichs Burgwedel, Isernhagen, Langenhagen und Wedemark besetzt, die anderen Tage in der Woche werden von Ärztinnen und Ärzten des KRH Klinikums Großburgwedel wahrgenommen.