Zimmerbrand im dritten Stock

Einsatzübung der Ortsfeuerwehr in Kooperation mit der Flughafen-Feuerwehr am Maritim Airport Hotel. (Foto: D. Lange)

Einsatzübung der Feuerwehr im Maritim Airport Hotel

Langenhagen (dl). Das Szenario "Zimmerbrand in der dritten Etage des Maritim Airport Hotels mit einer Teilevakuierung der Gäste" bildete die Ausgangslage für eine Feuerwehreinsatzübung in dem weitläufigen Gebäudekomplex des Hotels. Der Hintergrund der Übung ist eine umfangreiche Überarbeitung der hausinternen Brandschutzordnung aus dem Jahr 2013, die mit ihren Alarm- und Notfallplänen die notwendigen Abläufe im Falle eines Brandes regelt. Diese betreffen alle im Alarmfall notwendigen Maßnahmen. Von einer ersten Einschätzung der Lage durch das Hotelpersonal, über das Absetzen des Notrufs zur Feuerwehr-Einsatzstelle, bis zum Einleiten der Evakuierungsmaßnahmen. Ein speziell dafür ausgebildeter Mitarbeiter leitet und koordiniert als "Rescue Manager" diese Maßnahmen und fungiert damit als notwendiges Bindeglied zu den Einsatzkräften der Feuerwehr. Im Zuge der Überarbeitung der Notfallpläne vor zwei Jahren wurden und werden darüber hinaus alle Hotelangestellten zu Brandschutz- und Evakuierungshelfer ausgebildet. Dazu sagte der Hoteldirektor Dirk Breukmann: „Dies ist mittlerweile unsere dritte Übung dieser Art. Die Abläufe, die im Notfall eine ganz bestimmte Reihenfolge an Maßnahmen erfordern sowie die Zusammenarbeit des Hotelpersonals untereinander, aber auch mit den eintreffenden Feuerwehreinsatzkräften, müssen immer wieder trainiert werden.“ Die Brandschutzordnung sieht vor, dass sich im Fal eines Alarms Angestellte der Rezeption zunächst ein Bild machen von der Lage vor Ort und unverzüglich eine entsprechende Rückmeldung geben. Das sollte nicht länger als drei Minuten dauern, weil dann der Notruf zur Feuerwehr automatisch erfolgt, anstatt manuell. Die Übung hat gezeigt, das dieses Verfahren gut funktioniert. Eine Evakuierung der echten Hotelgäste kam natürlich aus naheliegenden Gründen nicht infrage, daher wurden 25 Komparsen, die auch offiziell im Hotel eingecheckt hatten, und drei Dummys für diese Rolle eingesetzt. Diese evakuierten Hotelgäste wurden über das Treppenhaus geordnet nach unten und zu einem Sammelplatz draußen vor dem Hotel geführt. Erschwerend kam hinzu, das exakt zum Zeitpunkt des Eintreffens der Feuerwehr die Hotelhalle voll mit Teilnehmern einer Tagung war, die gerade bei Kaffee und Kuchen eine kleine Pause eingelegt hatten. „Eine Übung ist keine Schönwetter-Veranstaltung“, stellte Thomas Ajrumow, Langenhagens stellvertretender Stadtbrandmeister dazu fest, und er ergänzte, „Je realistischer die Bedingungen, desto besser für uns."