Zu pflanzen heißt, an ein Morgen zu glauben

Farbenfrohe Zeichen für die Zukunft wurden beim Kunst-Projekt an der städtische Unterkunft Pfeifengrasstraße von den Bewohnern selbst gesetzt. (Foto: D. Lange)

Flüchtlinge beteiligen sich an Kunstaktion an der Pfeifengrasstraße

Kaltenweide (dl). Etliche der großflächig gemalten Blumen- und Pflanzenmotive auf Kunststoffplatten stehen an der Wand und sind schon fertig, an einigen anderen wird noch gearbeitet. Unter der Leitung der hannoverschen Künstlerin Inge-Rose Lippok und mit einer weiträumig, großzügigen Maltechnik, die den Laienkünstlern sicherlich entgegenkommt. Die vorherrschende Farbe dabei ist ein frisches Grün, kontrastierend mit roten, gelben und blauen Blütenfarben. Wie eine Blumenwiese oder ein Garten, welcher gewissermaßen das Leitmotiv darstellt für die Kunstaktion. Ein Garten kann ein Symbol für Heimat sein, für Verwurzelung, für eine Identifizierung mit dem Wohnort. Eine Assoziation, die für die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft, zum großen Teil Kriegsflüchtlinge aus Syrien und dem Irak, durchaus von großer Bedeutung ist. Daher wurde die Aktion, an der sich zwölf der Bewohner mit ihren Kindern aktiv beteiligten, vom städtischen Präventionsrat und der Künstlerin Inge-Rose Lippok in das Leben gerufen und organisiert. Nach ihrer Fertigstellung werden die einzelnen Motivteile zu einem 1,80 Meter hohen und fünf Meter breiten, collageartigen Gesamtkunstwerk zusammengefügt und an der Grundstücksgrenze installiert, wo es seine, von allen Beteiligten erhoffte, plakative Wirkung entfalten kann. Gleichzeitig sei das Bild aber auch, so die Künstlerin, als ein Geschenk der Flüchtlinge an Kaltenweide zu verstehen.