Zum Auftakt gab es Jazz vom Feinsten

Horst Waldfried und seine Frau Irmtraud unterwiesen prominente Gäste in der Kunst des Tranchierens von Spanferkeln. Foto E. A. Nebig

140 Gäste beim traditionellen Spanferkel-Essen in Krähenwinkel

Krähenwinkel (ne). In Langenhagen gibt es neben den Schützenfesten mehrere traditionelle Veranstaltungen; so zum Beispiel das Maibockschießen in Godshorn. In Krähenwinkel gehen seit Jahrzehnten in jedem Jahr gleich drei dieser geselligen Treffen über die Bühne. Nämlich Nikolausschießen, Hägermahl und Spanferkel-Essen des SPD-Ortsvereins Krähenwinkel. Letztere Traditionsveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus ist aber keine Parteiveranstaltung im üblichen Sinne. Im Gegenteil; das deftige Essen mit Beiprogramm dient seit jeher der Kommunikation unter der Bevölkerung. Erfunden hat es einst ECHO-Redakteur Rupert Kellner in seiner Eigenschaft als Kommunalpoltiker. Er wollte mit der Veranstaltung im damals noch eigenständigen Dorf Alt- und Neubürger zusammen führen, was ihm gelang. Neben viel SPD-Parteiprominenz mit Caren Marks, MdB; Marco Brunotte, MdL; der Regionsabgeordneten Elke Zach und Bürgermeister Friedhelm Fischer, begrüßte der Ortsvereinsvorsitzende Marc Köhler auch diesmal unter den rund 140 Gästen aus ganz Langenhagen Mitglieder anderer Parteien. Außerdem waren wieder Vorstandsmitglieder aus Vereinen und Verbänden dabei, darunter die Spitze des Stadtmarketing-Vereins-Langenhagen. Zum Auftakt gab es ein Jazzkonzert von Feinsten. Die Big-Band der Musikschule Langenhagen zog unter der Leitung von Alexej Temkine die Gäste in ihren Bann. Die Musiker/innen brachten mit viel Elan gekonnt Kompostionen aus etlichen Stilrichtungen des Jazz zu Gehör. Der Beifall war groß, und das Ensemble verabschiedete sich erst mit der Zugabe „Get Ready“. Vier deftige Ferkel hatten ihre Leben lassen müssen, um den Hunger der Gäste zu stillen. Sie wurden von Horst Waldfried und seiner Frau Irmtraud vor den Augen der Gäste fachgerecht tranchiert. Dann ging sein freundlicher Service ans Werk und servierte die Fleischplatten mit verschiedenen Brotsorten, warmen Kartoffelsalat und weiteren leckeren Beilagen. Alles in allem die richtige Grundlage für die späteren Feststunden an den festlich eingedeckten Tischen, der Theke und auf der Tanzfläche. Nach dem Schmaus hieß es: „Tanzfläche frei“. Dazu öffnete Disk-Jockey Jan Ebhardt seine Plattenkiste, legte einen Wiener Walzer auf und Cheforganisator Mark Köhler eröffnete mit der Frau des Bürgermeisters den zweiten Teil der fröhlichen Veranstaltung. Für zünftige Tanzmusik, die hervorragend auf die Altersstufen der Gäste abgestimmt war, war stets bestens gesorgt, ebenso für Wein, Sekt, Gerstensaft und deftigere Getränke an den Tischen und an der stets umlagerten Hausbar von Horst Waldfried. Erst am frühen Sonntagmorgen verlöschten im DGH die Lichter.


Horst Waldfried und seine Frau Irmtraud unterwiesen prominente Gäste in der Kunst des Tranchierens von Spanferkeln. Foto. E. A. Nebig