Zum Stöbern und Verweilen

Die bestens gelaunten Künstlerinnen der Galerie „Kuns(t)raum Langenhagen“ stellten sich mit vielfältigen Arbeiten vor. Foto. K. Raap

Attraktiver Flohmarkt der Galerie „Kuns(t)raum“ zog viele Besucher an

Langenhagen (kr). Auch der sechste Kunst-Flohmarkt der in der Straße Schaumanns Hof 4 beheimateten Galerie „Kuns(t)raum“ bot den Besuchern an zwei Tagen ein attraktives Angebot zum Stöbern und Verweilen. Und wie immer wurden die Gäste mit leckerem Kuchen, Wein, Wasser und Prosecco bewirtet. Als Gastgeber fungierten die sechs Künstlerinnen und ein Künstler, die gemeinsam diese attraktiven Ausstellungsräumlichkeiten tragen, die sich in einer ehemaligen geschichtsträchtigen Scheune befinden. Zu Gast waren darüber hinaus fünf weitere renommierte Künstler. „Eisentlich schön“ betitelte Michael C. Papke, ein gelernter Schmied, seine eindrucksvollen Arbeiten. Als echte Hingucker mit Schmunzelgarantie entpuppten sich die mit originellen Köpfen versehenen Korken aus der Werkstatt von Renate Ellereit-Laube. Ein ungewöhnliches Schmuckdesign aus polymeren Werkstoffen stellte Sylvia Wöhler-Jeske vor, teilweise verbunden mit dem Einsatz von Blattgold. Die Malerin Jutta Hönkhaus bot Mitmachaktionen mit Hilfe des Einsatzes von Schablonen an. Schon ein alter Bekannter war Fritjof Vogt, der mit seiner experimentellen Fotografie interessante Akzente setzte.
Seit Jahren der japanischen Brenntechnik „Raku“ verschrieben hat sich Hanne Niescken-Voigt, eine der Mitbegründerin der Galerie. Sie betreibt bereits seit 1982 eine eigene Werkstatt. Ihre Skulpturen aus Porzellanton sind ebenso so fantasievoll wie harmonisch geformt. Ute Lückers Bilder entstehen auf Leinwand und Papier unter Verwendung verschiedenster Materialien. Zahlreiche Motive werden auch als fotografische Reproduktionen in unterschiedlichsten Größen gefertigt. Die Basis für ihr textiles Kunsthandwerk legte Sylvia Tischer schon als Kind. Aus Stoffresten unterschiedlichster Art produziert sie äußerst attraktive Einbände unter anderem für Bücher, versehen mit raffinierten Verzierungen. Als ein „Hobby mit Suchtpotential“ bezeichnet Maja Lübbe-Koerth ihre Perlenstickerei. Spezialisiert hat sie sich auf Armbänder, die in einer zeitaufwändigen wahren Sisyphusarbeit entstehen. Irene Schwartz beschäftigt sich intensiv mit der von Louis C. Tiffany entwickelten Technik, Glas mit Kupferfolie einzufassen, um feine Glasarbeiten fertigen zu können. Giselheid Cornelsen hat ihre vielschichtigen Arbeiten in Acryl- und Mischtechnik bereits in vielen Galerien ausgestellt. Gerne verwendet sie abstrakt interpretierte Naturmotive. Für Heiner Höhn bilden dagegen Pferde die Quelle seiner Inspiration. Seine mit Bleistift gefertigten Porträts und Bewegungsstudien sind ein Muster größter Detailtreue. Auch mit dem Thema Keramik beschäftigt sich der Künstler.
Die Arbeiten der Mitglieder der Galerie und der Gäste, und das unterstrich auch dieser Termin eindrucksvoll, stehen handwerklich und künstlerisch auf einem hohen Niveau. Wer diese Veranstaltung verpasst hat und die Galerie kennen lernen möchten, hat dazu jeden Sonntag, Feiertage ausgenommen, allerbeste Gelegenheit. Denn dann öffnet der „Kuns(t)raum Langenhagen“ von 14 bis 17 Uhr seine Pforten. Zusätzliche Besuchstermine können mit Hanne Niescken-Voigt unter der Telefonnummer (0511) 77 27 26 vereinbart werden. Die kurze Straße Schaumanns Hof liegt zwischen Pferdemarkt und Buschkamp.