Zur Kaltenweider Feuerwehr verlaufen

Agiert mit der Wärmebildkamera: Feuerwehrmann Stephan Bommert.

77-Jährige über Stunden in Krähenwinkel nicht auffindbar

Krähenwinkel. Die Ortsfeuerwehr Krähenwinkel wurde am späten Dienstagnachmittag zu einer Personensuche im Bereich des Stucken-Mühlen-Weges alarmiert. Die Polizei bat gegen 17.15 Uhr um Amtshilfe bei der Suche nach einer 77-jährigen Frau aus Krähenwinkel. Sie war am Nachmittag mit ihrem Mann zusammen am Sportplatzweg spazieren gegangen. In Höhe des Sportplatzes verließ sie den Weg und begab sich in ein angrenzendes Waldstück. Ihr Ehemann verblieb unterdessen auf dem Weg. Als seine Frau nach kurzer Zeit nicht zu ihm zurückkehrte, suchte er eigenständig die nähere Umgebung.
Die Ortsfeuerwehr Krähenwinkel begann, nach frustraner Suche durch den Ehemann, gegen 17.30 Uhr zusammen mit der Polizei das Waldstück (etwa 300 Meter tief und 200 Meter breit) zu durchsuchen. Bei der Suche kamen zwei Spürhunde der Polizei und eine Wärmebildkamera der Feuerwehr zum Einsatz. Der Polizeihubschrauber stand unterdessen nicht zur Verfügung.
Um 18.35 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Godshorn und Kaltenweide sowie die Drehleiter aus Langenhagen nachalarmiert. Der Suchbereich wurde nunmehr auf angrenzende Waldstücke, Feldmark und den Waldsee ausgedehnt. Dabei wurde die Drehleiter in mitten der Felder östlich des Stucken-Mühlen-Weges aufgebaut. Mit einer Wärmebildkamera wurde aus dem Korb der Drehleiter die südliche Feldmark abgesucht. Die verbliebenen Kräfte bildeten Suchketten und erkundeten die Felder östlich des Waldsees. Der Bereich wurde großflächig ausgeleuchtet.
Gegen 19.40 Uhr erreichte die Einsatzkräfte ein Anruf von einem Kameraden aus Kaltenweide. Diese beschrieb, dass ihn am Feuerwehrhaus Kaltenweide eine ältere Dame angesprochen habe. Die Dame erklärte, dass sie sich verlaufen habe. Nach Abgleich von Namen und weiteren persönlichen Daten stand schnell fest, dass es sich bei der älteren Dame um die Vermisste handelte. Die Suche konnte somit erfolgreich beendet werden. Es waren 79 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz. Die Polizei war mit 20 Kräften vor Ort. Ein Rettungswagen untersuchte die Dame nach Auffinden.