„Zurück in die Zukunft“

Christian Kuik und seine Zeitmaschine namens DeLorean.Fotos: D. Lange
 
Sven und Wencke Tonne und Sohn Lukas (8) mit ihrem VW Bus T1.

Viertes Youngtimer-Treffen der Oldtimer auf dem Real-Parkplatz

Langenhagen (dl). Den Namen DeLorean DMC-12 wird wohl auf Anhieb nicht gleich jeder mit einem Auto in Verbindung bringen. Erst wenn man den flachen, silbern-glänzenden Wagen mit den spektakulären Flügeltüren zu Gesicht bekommt und obendrein die Film-Trilogie „Zurück in die Zukunft“ gesehen hat, dann fällt der Groschen und alle wissen: Ah, die Zeitmaschine mit dem Flux-Kompensator. So ähnlich ging es auch Christian Kuik aus Springe, der vor zehn Jahren auf der Suche nach einem nicht-alltäglichen Auto war, das obendrein noch einen gewissen Wertzuwachs versprach. „Ich habe damals auch den Film gesehen und fand dieses Auto sehr interessant. Daraufhin habe ich angefangen zu suchen und bin schließlich im Internet fündig geworden. Das Fahrzeug war zum Glück in einem unrestaurierten Originalzustand und finanziell passte es auch." Jeder, der das Auto sah, fragte natürlich nach dem Flux-Kompensator und so verfügt Kuiks Fahrzeug mittlerweile- der ständigen Fragerei überdrüssig- auch über ein Gerät, das zumindest so aussieht. Ob damit Zeitreisen möglich sind, ist allerdings nicht bekannt. Eine Zeitreise ganz eigener Art ist ein Oldtimertreffen aber allemal. Alte Autos erinnern an die eigene Jugend und an die Zeit, als die Straßen noch leer waren und das Benzin billig. Mit seinem „Youngtimer Treffen Oldtimer“ ist dem Verein Motormobile Langenhagen wie in den vergangenen Jahren auch diesmal wieder der Spagat gelungen zwischen den Autos, die jeder als Oldtimer wahrnimmt und den sogenannten Youngtimern, die etwa 15 bis 20 Jahre alt sind und erst an der Schwelle zum Oldtimer stehen. Thomas Bödecker, der 1. Vorsitzende des Vereins freut sich sichtlich über die große Resonanz bei den Teilnehmern und den Zuschauern: „Die Veranstaltung wächst von Jahr zu Jahr und heute hat uns natürlich auch das tolle Wetter sehr geholfen, ganz im Gegensatz zum letzten Jahr. Um die Mittagszeit hatten wir immerhin rund 180 bis 200 Autos aller Marken und Baujahre hier. Von Vorkriegsautos der 20er und 30er Jahre bis hin zu den 80er Jahren. Wir sind eben offen für alle Marken und Modelle und für Leute, die Benzin im Blut haben“. Zu ihnen gehört mit Sicherheit auch Sven Tonne aus Gifhorn, der einen nicht mehr ganz serienmäßigen, blau/weißen VW Bus T1 von 1965 sein eigen nennt und der das Image des VW Bulli auf wunderbare Weise repräsentiert, nämlich Jugend, Freiheit, Urlaub. „Der Wagen stammt aus Amerika und musste von Grund auf restauriert werden“, erzählt Sven Tonne. „Alle Veränderungen an Motor, Fahrwerk und Bremsen, die ich vorgenommen habe, waren damals aber auch schon möglich und üblich, deshalb ist das H-Kennzeichen für Oldtimer heute gar kein Problem mehr." Alle Teilnehmer des Treffens auf dem Real-Parkplatz bildeten per Abstimmung auch eine Jury, um den schönsten und den ältesten Oldtimer zu küren. Der Preis für das älteste Fahrzeug ging an einen Ford A Two Door Sedan von 1928 und den Pokal für das schönste Auto erhielt Friedel Heickhoff für seinen Opel Olympia Rekord aus dem Jahr 1953, der heute glatt als Neuwagen durchgehen könnte. Es ist nicht der erste Pokal, den Friedel Heickhoff, der lange Jahre in einer Opel-Werkstatt als Mechaniker gearbeitet hat, für sein Schmuckstück bekommt. Vor zwölf Jahren nach seiner Pensionierung hatte Heickhoff den Wagen von seinem Sohn und seiner Schwiegertochter als Restaurierungsobjekt zum Geburtstag bekommen, „damit ich wieder was zu tun habe“. Zwei Jahre Arbeit stecken in dem Auto, aber das Ergebnis kann sich offensichtlich sehen lassen.