Zustände wie in Sodom und Gomorra?

Klaus Klingberg sieht Probleme mit der Schranke für Behinderte.Foto: O. Krebs

Massive Schranke sperrt Anwohnerparkplatz am Sollingweg ab

Langenhagen (ok). Wilde Partys, umherfliegende Tüten und Müll eines nahen Restaurants einer Fast-Food-Kette, falschparkende Lastwagen, die den Untergrund zerstört haben sowie abgemeldete Autos, die vertickt werden: Das hört sich fast nach Zuständen wie in Sodom und Gomorra an. Nun, ganz so schlimm ist es nicht, aber die Einrichtungsleitung des Anna-Schaumann-Stiftes an Sollingweg und Ilseweg hat reagiert, eine massive Schranke installiert, die nur von den Anwohnerinnen und Anwohnern geöffnet werden kann. Die mussten dafür ein Schlüsselpfand von 100 Euro hinterlegen und jeden Monat 20 Euro überweisen. „Das ist nötig, denn die Sanierungsarbeiten haben uns etwa 10.000 Euro gekostet, die Schranke auch einige Tausend Euro“, sagt Einrichtungsleiterin Angelika Brandt, die für insgesamt 48 Wohnungen zuständig ist. Zwölf Fahrzeuge finden Platz auf der Parkfläche. Den Einwand von Mieter Klaus Klingberg, dass Gehbehinderte und Mieter im Rollstuhl den Parkplatz nicht nutzen könnten, weil sie die schwere Schranke nicht zur Seite geschoben bekämen, lässt sie nicht gelten: „Diese Mieter haben in der Regel kein Auto. Und im Notfall kann abends und am Wochenende immer noch jemand von der Pflegestation gerufen werden, der hilft. Hier liegt auch ein Schlüssel.“ Zu den anderen Zeiten sei der Hausmeister immer ansprechbar. Was Besucherinnen und Besucher angeht: Die hätten natürlich keinen Rechtsanspruch auf einen Parkplatz. Angelika Brandt: „Das sind normale Mietwohnungen. Meine Besucher bei mir zu Hause müssen sich auch einen Parkplatz in der Umgebung suchen.“