Zwei Blutbuchen werden gefällt

Das bedeutsame Alter der Blutbuchen prägt die Allee im Stadtpark. (Foto: G. Gosewisch)

Sachverständige bezweifeln Standfestigkeit

Langenhagen (gg). Die alte Blutbuchenallee gibt dem Stadtpark eine einzigartige Prägung. Wer hindurch schreitet, erlebt pure Schönheit der Natur. Zudem ist die Geschichte dieser Allee berührend: Sie wurde vor gut 100 Jahren gebaut und mit Blutbuchen gesäumt, um Verstorbenen aus der damaligen benachbarten „Anstalt für idiotische Kinder“ einen würdevollen Weg zum Grab zu gestalten. „Es sind bedeutende Bäume an der historischen Allee in der denkmalgeschützten Parkanlage“, so Beschreibung der Stadtverwaltung. Regelmäßig werden die Blutbuchen von Sachverständigen begutachtet, um über Pflegemaßnahmen entscheiden zu können und um die Verkehrssicherheit festzustellen, denn Spaziergänger oder Radfahrer sollen nicht von umstürzenden Bäumen getroffen werden. Ziel der Stadtverwaltung ist, die Bäume so lange wie möglich zu erhalten. Nun habe die jüngste Baumkontrolle ergeben, dass zwei jeweils hundert Jahre alte Blutbuchen keine Standsicherheit mehr haben, so die Meldung der Stadtverwaltung. Per Resistograph sei der Bohrwiderstand gemessen und die Restwandstärken des gesunden Holzes bestimmt worden. Da die Restwandstärke nicht mehr ausreichend und somit die Bäume nicht mehr bruchsicher seien, sollen sie in der nächsten Woche gefällt werden. An einer der beiden Buchen befinde sich der Brandkrustenpilz am Stammfuß. Bei dem anderen Baum sei der holzzersetzende Pilz nicht näher bestimmt worden. Nachpflanzungen sind geplant.