Zwei fröhliche Parties bei den Majestäten

Die traditionellen Ehrungen vor der Verwaltungsstelle: Oliver (von links) und Tanja Heine, Janine Schlicht, Ute Biehlmann-Sprung, Dittmar Brockmann und Kurt Geveke. (Foto: K. Raap)
 
Eine Tanzeinlage der Majestäten Barbara Sieker und Sebastian Brockmann. (Foto: K. Raap)

Im Jahr 2018 wollen die Schützen ihren 111. Geburtstag feiern

Godshorn (kr). Klein aber fein, so könnte man das diesjährige Schützenfest in Godshorn beschreiben. Eigentlich wollte der Verein auf dem Le-Trait-Platz sein 110-jähriges Bestehen feiern, aber der Zeltverleiher, so betonte Vereinsvorsitzender Dittmar Brockmann, sei seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen und konnte nicht liefern. Die Alternative, nun wieder im Dorfgemeinschaftshaus zu feiern, funktionierte auch nicht, denn das beliebte Domizil war inzwischen vermietet. So trafen sich die Schützen am Freitag zum Kommers im Schützenhaus zu einer durchaus gemütlichen Feier mit der Überreichung der Ketten und der Ehrung der Könige. Mit von der Partie auch Willi Minne als Vertreter der Stadt Langenhagen sowie Freunde aus dem benachbarten Vinnhorster Verein und eine Abordnung der Schützen-Gemeinschaftaft Langenhagen. Und getanzt wurde auch, und zwar nach den Klängen von „Jürgens Musikbox“. Traditionell gab es am Sonnabend vor der Verwaltungsstelle einige wichtige Ehrungen: Ortsbürgermeisterin Ute Biehlmann-Sprung überreichte Kurt Geveke die Gemeindekette und zeichnete auch die drei Volkskönige aus: Oliver und Tanja Heine wurden König und Königin, Janine Schlicht holte sich den Titel der Jugendvolkskönigin. Sie gehört als Klarinettistin auch dem Bläserkorps an. Nach der Abholung des Vorjahrskönigs Hans-Georg Temme wurde beim Schützenkönig Sebastian Brockmann richtig Party gefeiert. Und der drehte spontan auch einige flotte Tanzrunden mit Barbara Sieker, die zum zweiten Mal hintereinander Königin wurde. Und bei der Königin ging es nicht minder hoch her als bei den Herren der Schöpfung. Dafür sorgten schon Damenleiterin Elke Lieske und ihre Vertreterin Erika Temme mit ihren witzigen Dialogen. In Form auch der zweite Vorsitzender Kai Girke als zweifacher Scheibenkieker. Nicht zu vergessen das „Bläserkorps Godshorn“ und der „Fanfarenzug Alt-Linden“, die hervorragend für den musikalischen Rahmen sorgten. Folgende Ehrungen sind zudem zu verzeichnen: Die goldene Ehrennadel erhielt Udo Röver für seine langjährige, hervorragende Arbeit in der Bogenschützenabteilung. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurde geehrt Uwe Grädner; für 50-jährige Mitgliedschaft Irmgard Jürgens, Dieter Kahle, Walter Koch, Ingo Holzrichter, Friedel Beck und Ursel Meliß; für 60-jährige Mitgliedschaft Reinhold Sobotta.
Wie geht es nun weiter mit den Schützenfesten des Godshorner Verein? Angedacht sei, so betonte Dittmar Brockmann, im nächsten Jahr ein Zeltfest auf dem Le-Trait-Platz zu feiern. Und dann könnte eine Schnapszahl Glück bringen, nämlich die 111, die die Jahre des Bestehens anzeigt. Dafür seien allerdings noch intensive Diskussionen und Vorbereitungen nötig. Als vor 110 Jahren 13 Männer in der Gaststätte Tegtmeyer den Schützenverein Godshorn gründeten, gab es schon Schützenfeste der Dorfgemeinschaft in dem Ort und damit gute Voraussetzungen für einen Verein. Kapellmeister Jürgen hatte mit seinen Musikanten schon eines festen Vertrag für eine jährliche Veranstaltung. Und nicht weniger wichtig: In Godshorn existierte der Zeltverleiher Haake mit einem sehr zuverlässigen Betrieb.


BU: