Zwei Standorte beschlossen

Stadt baut: Am Moore und Grenzheide

Langenhagen (gg). Zahlreiche Bürger nahmen an der jüngsten Ratssitzung teil, um die Entscheidung zum Bau der Flüchtlingsunterkünfte an den Standorten Am Moore und Grenzheide zu hören. Der Antrag zum dritten Standort Desbrocksriede wurde von der Stadtverwaltung zurückgezogen. Stadträtin Monika Gotzes-Karrasch verwies dabei auf geringe Integrationschancen für Zugezogene weit ab vom Ortskern. Die Ratsmehrheit stimmte für die zwei Standorte. Bei zwei Enthaltungen gab es sieben Gegenstimmen, darunter SPD-Ratsherr und Godshorner Ortsbürgermeister Willi Minne, der damit gegen seine Fraktion votierte. Seine Begründung: „Die Freiflächen (Am Moore) südlich sollen als grüne Lunge erhalten bleiben. Der Ortsrat Godshorn hat der Verwaltung alternative Standort-Vorschläge vorgelegt, es ist enttäuschend, dass diese nicht erörtert wurden.“ Seine Stellvertreterin im Ortsrat, CDU-Ratsfrau Ute Biehlmann-Sprung, schloss sich Willi Minne an, votierte ebenfalls gegen ihre Fraktion. Sie sagte: „Andere Standorte in Godshorn wären passender für die Bebauung. Wenn die Anlieger das Vorhaben nicht mittragen, sind die Bedingungen für die Integration schwierig.“