Zwei Tote und ein Schwerverletzter auf der Autobahn

Ein Bild des Grauens bot sich den Feuerwehrleuten auf der A 352, die zwei Stunden gesperrt werden musste.Foto: C. Hasse

Lastwagen fuhr an Stauende auf stehendes Wohnmobil auf

Langenhagen. Die Ortsfeuerwehren Langenhagen, Kaltenweide sowie Krähenwinkel sind am Montagnachmittag zu einem schweren Verkehrsunfall auf die A 352
gerufen worden. Kurz vor dem Dreieck Hannover-Nord hatte sich ein
Rückstau gebildet, ein Lastwagen hatte dies zu spät bemerkt und ist auf
einen am Stauende stehendes Wohnmobil aufgefahren. Für die
eintreffenden Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst bot sich
eine schwierige Lage. Einsatzleiter Ralf Dankenbring aus Kaltenweide
verschaffte sich zusammen mit dem Notarzt einen ersten Überblick. Er
ließ zuerst den schwer eingeklemmten Lastwagen-Fahrer aus seinem Führerhaus
befreien. Hierzu arbeiteten zwei Teams parallel von beiden Seiten. Er
wurde mit schweren Verletzungen mit dem Christoph Niedersachsen in die
MHH geflogen. Die beiden Insassen des Wohnmobils - ein Ehepaar aus
Finland - konnten nur noch tot geborgen werden. Der Fahrer des
vorderen Lasters wurde mit Schock behandelt. Die Feuerwehr stellte
weiterhin während des Einsatzes den Brandschutz und sicherte
Gasdruckbehälter aus dem Wohnmobil. Ingesamt rückte die Feuerwehr mit
zehn Fahrzeugen und 28 Kräften aus. Die A 352 war während der gesamten
Einsatzdauer von zwei Stunden sowie für spätere Bergungsarbeiten voll
gesperrt.
Nach bisherigen Ermittlungen waren der 58-Jährige mit seinem Lastwagen
mit Anhänger, ein 51 Jahre alter Fahrer eines Kipplasters sowie ein
mit zwei Personen besetztes Wohnmobil auf dem rechten der beiden
Fahrstreifen in Richtung Hamburg unterwegs gewesen und etwa 500 Meter
vor dem Autobahndreieck Hannover-Nord an einem Stauende zum Stehen gekommen. Ein 55-Jähriger, der mit seinem Sattelzug ebenfalls auf der rechten
Fahrspur unterwegs war, übersah offenbar das Stauende, fuhr auf das
Wohnmobil auf und schob es auf den davor stehenden Kipplaster, der
wiederum mit dem davor zum Stehen gekommenen Gespann des 58-Jährigen
kollidierte. Der 65-jährige Fahrer des Wohnmobils sowie dessen gleichaltrige Beifahrerinwurden in dem
Wohnmobil eingeklemmt und wurden von den Rettungskräften aus dem
Wrack geborgen – ein Notarzt konnte bei beiden nur noch den Tod
feststellen. Der 55-jährige Unfallverursacher wurde in seinem
Sattelzug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden,
ein Rettungshubschrauber flog ihn mit schweren Verletzungen in eine
Klinik. Der 58-Jährige, sowie der Fahrer des Kipplasters blieben
unverletzt. Nach polizeilicher Schätzung beträgt der entstandene
Sachschaden etwa 75 000 Euro.
Für die Ortsfeuerwehr Langenhagen war dies der zweite belastende
Einsatz am Montag. Bereits am Morgen wurde die Feuerwehr zu einer
Türöffnung gerufen, bei der eine Person verstorben aufgefunden wurde.
Parallel zum Verkehrsunfall auf der A 352 kam es zum Brandeinsatz am
Stadtbahnhof Zentrum, wo ein Papierkorb brannte. Ein Tanklöschfahrzeug
rückte aus und hatte das Feuer schnell gelöscht.