Zwei Weißbüschelaffen ausgesetzt

Tierheim übernahm Ersthilfe – Nacht im Frettchenhaus

Langenhagen (gg). Eine besonders knifflige Aufgabe musste das Tierheim in der Nacht vom 26. März übernehmen, denn zwei Weißbüschelaffen waren in Not. Sie sind an der Schulenburger Landstraße vor einem Tiermarkt ausgesetzt worden. Passanten fanden die im Frost zitternden Tiere in einer Transportbox und kümmerten sich um die Vermittlung. „Unser Struppi-Einsatzwagen hat die Tiere abgeholt. Zum Glück haben wir das neue Frettchenhaus. Dort haben wir die Affen untergebracht, die sich dort auch den Umständen entsprechend wohl gefühlt haben“, berichtet Anke Forentheil vom Tierheim. Dennoch, artgerecht sei diese Unterkunft natürlich nicht und daher seien die Affen, ein Männchen und ein Weibchen, am Folgetag zur Wildtierartenschutzstation Sachsenhagen gebracht worden. „Es sind Wildtiere, keine Streicheltiere, das darf man nicht vergessen. Es war sehr schwierig, sie für den Transport zu greifen. Damit haben sie wohl schon schlechte Erfahrungen gemacht“, sagt Forentheil. Das Tierheim bittet um Hinweise aus der Bevölkerung, woher die Affen kommen, Telefon (0511) 97 33 98 18. Auffallend ist an dem Weibchen, dass ein Bein und der Schwanz fehlt.
Das Tierheim hat bei der Polizei Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet. Das Veterinäramt Hannover ermittelt.