Zwischen Kirche und Moschee

Elisabethgemeinde erlebte Gastfreundschaft

Langenhagen (gg). Wie weit geht das Verständnis für fremde Kulturen? Um das zu erfahren, pflegt die Elisabethgemeinde bereits seit 15 Jahren das Gespräch mit der Türkisch Islamischen Gemeinde an der Bahnhofstraße. Gegenseitige Besuche haben bereits stattgefunden, nun ist Pastorin Bettina Praßler-Kröncke mit der Gruppe „Offene Kirche“, rund 30 Mitglieder, wieder einer Einladung gefolgt. „Wir haben einen Besuch in der Moschee gemacht und sind sehr gastfreundlich empfangen worden“, berichtet sie im Gespräch mit dem ECHO. Statt einer Abgrenzung der verschiedenen Religionen wird der Dialog angestrebt. „Auch wenn die Fremdheit bleibt, steht das Verständnis außer Frage“, sagt die Pastorin. Gefreut habe sie sich über die offenen und direkten Fragen, die ohne Umschweife gestellt wurden, beispielsweise warum viele Muslima nicht auf die Verschleierung verzichten. „Ich fand es prima, dass Mastafa Ünsal als Vorsitzender der Türkisch Islamischen Gemeinde gerne geantwortet und diskutiert hat. Er betonte die Abgrenzung seiner Gemeinde vom fundamentalistischen Islam“, berichtet Praßler-Kröncke.