Männer stärker gefährdet als Frauen

Tödliche Unfälle durch Ertrinken

Hannover. Die Badesaison hat in vielen Bädern und Seen Niedersachsens begonnen oder steht kurz bevor. Und mit dem Herannahen der sommerlichen Zeit steigt auch wieder die Gefahr der tödlichen Badeunfälle. Nach Auskunft des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) starben in den Jahren 2005 bis 2010 jährlich zwischen 33 - 48 Menschen in Niedersachsen durch „Ertrinken und Untergehen". Allerdings lassen die statistischen Daten keine Aussage darüber zu, wo die Person verunglückt ist, ob es sich dabei um einen Unfall in der Badeanstalt, einem See oder um einen häuslichen Unfall handelte.
In den Jahren 2005 bis 2010 verunglückten insgesamt 240 Menschen durch Ertrinken. In 74 Prozent der Fälle waren Jungen und Männer betroffen (178 Personen), nur bei rund einem Viertel der Unfälle Mädchen und Frauen (62 Personen). 2009 verstarben die wenigsten Menschen durch Ertrinken (33 Personen), 2008 wurden mit 48 Personen die meisten dieser Unfälle registriert.
Auch hinsichtlich der Alterstruktur gibt es Unterschiede bei den Geschlechtern. So verunglückten in dem Zeitraum 2005 bis 2010 insbesondere Männer in der Altergruppe der 50. bis unter 55-Jährigen und in der Altersgruppe der 70- bis unter 75-Jährigen.

Bei den Frauen gab es keine so auffälligen Altersstrukturen. Etwas gefährdeter ist bei ihnen die Gruppe der Frauen ab 65 Jahren und älter.

Bei den sogenannten Kleinkindern, Altergruppe 0 bis unter 5 Jahre, sind in dem genannten Zeitraum insgesamt 24 Kinder verunglückt. 2005 hat es, bezogen auf Mädchen und Jungen, 7 Todesfälle durch Ertrinken gegeben. Seitdem ist die Zahl der Todesfälle in dieser Altersgruppe erfreulicherweise zurück gegangen, 2010 gab es einen Todesfall.

Hinweis: Die Zahlen für 2011 liegen im Spätsommer vor.
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