Nur ausgeruht durch die Nacht

Tipps für lange Nachtfahrten

Viele Autourlauber fahren nachts in die Ferien. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die geringere Verkehrsdichte erlaubt eine gleichmäßige Reisegeschwindigkeit. Zudem sind die Temperaturen angenehm. Kinder können schlafen. Allerdings warnt der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt: Der Fahrer sollte sich nur ausgeruht ans Steuer setzen.
So offensichtlich die Vorteile einer Nachtfahrt sind, es gibt auch eine Reihe von Risiken. So ist selbst bei guten Scheinwerfern die Sicht eingeschränkt. Vor allem Brillenträger und ältere Fahrer sind gegen Blendung empfindlich und haben damit oft erhebliche Probleme. Hinzu kommt, dass Ermüdungserscheinungen vor allem in den frühen Morgenstunden auch noch so vorsichtige Fahrer leicht unaufmerksam werden lassen. Vor allem zwischen zwei und fünf Uhr ist der Körper auf Ruhe eingestellt. Der ADAC rät daher Nachtfahrten um diese Zeit zu vermeiden.
So kommen Autofahrer sicher durch die Nacht:
- Niemals starten, wenn man tags zuvor nicht gründlich ausruhen konnte. Eine Nachtfahrt direkt nach Arbeitsschluss ist ris-kant und gefährlich.
- Nachts nur fahren, wenn der Fahrer mit der nächtlichen Situation keine Probleme hat. Diese Einschätzung sollte sehr selbstkritisch erfolgen.
- Größeren Sicherheitsabstand halten als am Tag, da man sich bei den Entfernungen leichter verschätzt.
- Regelmäßige Pausen einlegen - möglichst alle zwei Stunden - und sich dabei bewegen.
- Wenn die Müdigkeit kommt, schon bei den ersten Anzeichen rasten und etwas schlafen. Danach den Kreislauf mit Gym-nastik wieder in Schwung bringen.
- Wenn möglich, sollten sich Fahrer und Beifahrer abwechseln.
- Dafür sorgen, dass die Fenster rundum sauber und die Scheinwerfer gereinigt sind. Die Scheibenwischer müssen intakt und die Scheibenwaschanlage gefüllt sein.
- Fettes Essen ist auch während der Fahrt zu vermeiden, denn das macht müde. Viel trinken, am besten Wasser, Tee oder verdünnte Fruchtsäfte.
Trugschluss Koffein!
Der ADAC warnt vor dem weit verbreiteten Irrtum, dass koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Tee oder Cola die Leistungsfähigkeit steigern würden. Im Gegenteil: Bei Nachtfahrten muss man diese möglichst meiden, da nach einer kurzen Aufputsch-Phase das Leistungstief umso stärker und plötzlicher einsetzt.