19 Linkshändertore zu wenig auf RECKEN-Seite

RECKEN mit 26:31-Niederlage gegen die Füchse

Lange lieferten DIE RECKEN den Gästen aus Berlin einen harten Kampf. Bis zur Halbzeit begegneten sich beide Vereine auf Augenhöhe, ehe sich die Gäste sukzessive mit fortlaufender Spielzeit absetzen konnten und am Ende einen 31.26- Auswärtssieg feierten. „Wir haben die zweite Halbzeit durch zu wenig gute Aktionen verloren. Ich bin nicht zufrieden und kann mich dementsprechend auch nicht richtig über die gute Leistung der jungen Spieler freuen“, resümierte Trainer Christopher Nordmeyer. RECKEN-Geschäftsführer Benjamin Chatton fügte ergänzend hinzu: „Wir haben die Tabellensituation im Blick. Diese ist zurzeit gut, aber der Blick geht dennoch nach unten.“ Mit insgesamt elf Treffern setzte Rúnar Kárason ein dickes Ausrufezeichen hinter seine heutige Leistung. Bei den Füchsen Berlin war Fredrik Petersen mit sechs Treffern erfolgreichster Schütze.
Ausgeglichen Anfangsminuten
Die Begegnung zwischen den RECKEN und den Füchsen startete mit einem Tor vom Sieben-Meter-Strich, den Petersen zum 1:0 für die Gäste verwandelte. Im Gegenzug markierte Kai Häfner im ersten Angriff den ersten Treffer für DIE RECKEN. Die Anfangsphase zeichnete sich durch eine hohe Wurfquote auf beiden Seiten, sowie einem leistungsstarken Auftritt von Torhüter Martin Ziemer aus. Binnen zehn Minuten gelang es den Niedersachsen die erste Zwei-Tore-Führung zu erspielen, nachdem Juan Andreu zum zweiten Mal in Folge den Ball in das Tor von Petr Stochl versenkte (6:4). 
Den Hauptstädtern gelang es jedoch den kleinen Rückstand innerhalb von sechs Zeigerumdrehungen wieder aufzuholen und egalisierten in Persona Mattias Zachrisson zum 7:7. In Minute 18 legte RECKEN-Trainer Christopher Nordmeyer die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch, um weitere Instruktionen an seine Mannschaft von der Seitenlinie zu geben.
Aufmerksame Deckungsarbeit
Die Füchse überzeugten nun in der letzten Phase vor Halbzeitpfiff mit einer kompakten Abwehr, in der kaum eine Lücke vorhanden war. Im Angriff versuchten es die Gäste zumal auch mit einem Kempa-Trick. Die Rechnung ging jedoch nicht auf, denn Hendrik Pollex blieb aufmerksam und unterband das Anspiel. Die Niedersachsen legten kurz vor dem Seitentausch noch einmal eine kämpferische Einstellung auf das Parkett und sicherten sich nach 30 Minuten ein 10:10, nachdem Konstantin Igropulo den Ball im Angriff verlor und Pollex den Tempogegenstoß eiskalt verwandelte.
Gäste mit besserem Start
Nach der Halbzeitpause legten die Gäste einen besseren Start hin und agierten im Angriff konsequenter sowie mit mehr Druck auf die Abwehrreihe der RECKEN. Petersen erhöhte nach schnellem Spiel auf 16:13. Für die Niedersachsen war die Partie fortan mit einem Kraftakt verbunden, der in der 41. Minute durch das Tor von Häfner belohnt wurde (15:17). Die Gäste setzten konzentriert ihre Aktionen auf dem Spiel fort und hielten die Hausherren so auf Distanz.
Bei der ersten Vier-Tore-Differenz im Spiel zu Gunsten der Füchse zückte Nordmeyer erneut die Auszeitkarte, mit der Intensität so den Lauf der Gäste unterbinden zu können und noch einmal an die Konzentration seiner aktuellen Feldspieler, die aufgrund der hohen Verletztenanzahl zu längeren Einsatzzeiten kamen, in der letzten Viertel-Stunde zu appellieren. In Unterzahl zog Nordmeyer nun die Option für den Torhüter einen Feldspieler auf das Parkett zu schicken. Die Füchse zeigten in dieser Phase ihre Qualität und nutzten die Situation zu Gunsten ihres Torekontos aus.
RECKEN mit Kraftakt
Zehn Minuten vor Abpfiff sorgte Rúnar Kárason nunmehr mit seinem Doppelpack zunächst vom Sieben-Meter-Strich und anschließend aus dem Rückraum, für zwei weitere positive Erlebnisse in der RECKEN-Festung (18:25). Drei Minuten später konnte sich auch Nachwuchsspieler Yannick Dräger einen Hattrick auf die Visitenkarte schreiben, der den Spielstand durch seine Treffer auf 20:26 verkürzte.
In den letzten Minuten zeigten dann die RECKEN-Perspektivspieler einmal mehr ihr Können. Nachdem sein Bruder zuvor für drei Tore sorgte, trug sich auch Maurice Dräger mit einem Treffer über einen Tempogegenstoß in der 58. Spielminute in die Torschützenliste ein (25:29). Zum letzten Mal in der heutigen Partie versenkte Kárason die Kugel in das Tor der Füchse und sorgte damit für den 26:31-Endstand.
DIE RECKEN
Ziemer, Weber, Andreu (2), Hykkerud, Häfner (5), Szücs, Sevaljevic, Kárason (11/3), M. Dräger (2), Y. Dräger (3), Pollex (2), Kastening, Mirkulovski, Hermann, Hoffmann 
Füchse Berlin
Heinevetter, Stochl, Wiede, Nenadic (3/2), Pevnov (4), Romero, Weyhrauch (2), Zachrisson (5), Jaszka, Horak (2), Igropulo (5),



Nielsen (1), Petersen (6/4), Drux (3)
Schiedsrichter: Dinges/Kirsch
Siebenmeter: 7/4 – 6/3
Zeitstrafen:   2 – 2
Zuschauer: 3.119