3:2-Erfolg beim Bundesliga-Nachwuchs

Godshorner Talente testen auf hohem Niveau

In den Punktspielen bekommen es die D-Junioren des TSV Godshorn (Jahrgang 2003) meist mit ein Jahr älteren Gegenspielern zu tun, in der Vorbereitung auf die Kreisliga-Rückrunde, die am 21. März startet, lassen Coach Christian Michalek und sein Kotrainer Sandro Di Michele ihre Schützlinge dagegen bevorzugt gegen gleichaltrige Nachwuchskicker ran. Die Qualität der Kontrahenten kann sich allerdings stets sehen lassen. So testeten die Godshorner Talente zuletzt zweimal auf hohem Niveau: Zunächst siegten sie beim TSV Havelse mit 8:1, um dann zwei Tage später beim Bundesliga-Nachwuchs des SV Werder Bremen mit 3:2 die Oberhand zu behalten.
In Havelse waren die Godshorner insgesamt die besseren, sie waren aber vor allem die effektiveren. Während die Gastgeber ihre vier Großchancen in den ersten 30 Minuten sämtlich verballerten, schlug das Michalek-Team eiskalt zu und nutzte drei von fünf dicken Möglichkeiten zur 3:0-Pausenführung. Nach dem 1:3 kurz nach dem Seitenwechsel neutralisierten sich die Teams eine Viertelstunde lang, doch nach dem 4:1 und einigen Umstellungen spielten die Godshorner den Gegner förmlich an die Wand. Die Tore erzielten Jona Renner (2), Fabio Di Michele Sanchez (2), Gabriel Michalek (2), Ole Marchlewski und Paul Bock. „Wir hatten viele gute Phasen, haben aber auch gesehen, woran wir noch arbeiten müssen“, resümierte Coach Michalek.
In Bremen gab es dann wirklich hochklassigen Jugendfußball zu sehen. Die Werderaner zählen zu den besten Teams dieses Jahrgangs, bestimmten die erste Halbzeit und führten zur Pause verdient mit 1:0. „Wir haben zwar ordentlich gespielt und hatten auch einige Chancen, haben aber etwas zu viel zugelassen“, konstatierte Trainer Michalek. Das neue Spielsystem mit nur noch zwei Verteidigern und einem Sechser berge aktuell noch einige Risiken. Doch nach der Pause brannten die Godshorner ein Feuerwerk ab. Gegen das zweikampf- und spielstarke Mittelfeldtrio Gabriel Michalek, Paul Bock und Lluis Cendon gab es für die Bremer kein Durchkommen, hinten räumten Tim Schustereit und Ole Marchlewski gnadenlos ab. Und vorne geht bei Offensivkräften wie Jona Renner, Fabio Di Michele Sanchez, Nico Bahrs und Amoro Diedhiou immer etwas. So ließen sich die Gäste auch durch das 0:2 im Anschluss an eine Ecke nicht aus dem Konzept bringen. Jona Renner, Lluis Cendon und Nico Bahrs drehten mit ihren Toren die Partie. „Und wir haben sogar noch etliche Chancen liegen gelassen“, bilanzierte Coach Michalek. „Müsste ich diesen Auftritt auf einer Skala von eins bis zehn bewerten, würde ich den Jungs eine Zehn geben. Sie können richtig stolz sein auf ihre Leistung.“