Alexander Steinpreis macht den Unterschied

Spartas Torjäger an allen vier Toren beteiligt

„Das sah nach Fußball aus und macht Appetit auf mehr!“ Ein bisschen Stolz war ihm am Sonntagnachmittag schon anzumerken, dem sonst eher zurückhaltenden 1.Vorsitzenden Spartas, Dieter Schwarz. Dabei dachte er wohl an die verkorkste Vorsaison, die gar nicht in seinem Sinne verlaufen war. Auch die Anhänger dürften sich zufrieden ins Klubheim zum „96 gucken“ begeben haben, denn die Leistung, die ihre Mannschaft zuvor über 90 Minuten geboten hatte, lässt tatsächlich auf einen erfolgreicheres Jahr in der Kreisliga hoffen. Und diese Erwartung ist besonders mit einem Namen verbunden: Alexander Steinpreis, 22-jähriger Angreifer, der durchaus das Zeug dazu besitzt, Spartas lang anhaltende Sturmflaute zu beheben. Den Germanen aus Helstorf jedenfalls mag er nach dem 4:1 wie ein Schreckgespenst in Erinnerung bleiben, denn neben zwei selbst erzielten Treffern, betätigte er sich zweimal als Vorbereiter. Dabei schien die Partie zunächst den „normalen“ Verlauf für die Schwarz-Gelben zu nehmen. Arda Evrem ließ bereits in der dritten Minute eine gute Möglichkeit ungenutzt und auch Steinpreis verpasste eine Großchance (22.) vor dem leeren Tor – Blaszczykowski aus der Bundesliga lässt grüßen! Als dann auch noch Keeper Lissner einen Germanen unsanft zu Fall brachte und Helstorfs Jan-Hendrik Puppa den fälligen Elfmeter unhaltbar verwandelte (24.Minute), kamen bei Spartas Trainer-Tandem Schmeißer/Burgmüller leichte Bedenken auf. Umso mehr, da bei den Gäste zu diesem Zeitpunkt für eine Viertelstunde deren Stürmer Patrick Vollmer ausfiel (Behandlung einer Platzwunde am Kopf nach Zusammenprall mit Andrews Asare) und sie daher nur zu zehnt agierten. Wie eine Befreiung und Erlösung zugleich, wirkte daher der Ausgleichstreffer sieben Minuten später durch Steinpreis, zuvor gut von René Salato bedient. Die Elf vom Silbersee gewann zusehends an Selbstvertrauen und gestützt auf eine stabile Deckungsarbeit gelangen auch in der Offensive manch gelungene Kombinationen. Eine davon verwertete Andrews Asare auf Vorarbeit von Steinpreis (38.) zur verdienten Pausenführung.
Weiterhin ansehnliches Niveau wurde auch nach dem Seitenwechsel geboten. Helstorf hatte sich keinesfalls frühzeitig mit einer Niederlage abgefunden und wer weiß, welchen Verlauf das Spiel genommen hätte, wenn nicht Björn Krüger in der 54.Minute für den bereits geschlagenen Lissner hilfreich eingesprungen wäre. Frederick Krell, wiederum mit auffälligen Szenen im Mittelfeld, sorgte nach knapp einer Stunde mit seinem ersten Saisontor per Kopf nach einem Freistoß von Steinpreis für das 3:1. Dank ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit kamen die Spartaner gegen die bis zum Schluss nicht aufsteckenden Gäste nicht mehr in ernsthafte Bedrängnis und Steinpreis krönte seine überragende Leistung fast mit dem Abpfiff zum 4:1 Endstand.
Es ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber gleichfalls auch eine besonders erfreuliche Herausforderung: Sparta könnte in der auf Dienstag, 4. September, verlegten Auswärtsbegegnung beim TSV Poggenhagen den derzeit erreichten vierten Tabellenplatz verteidigen! Anstoß 19.30 Uhr unter Flutlicht.

Aufstellung: Tobias Lissner; Sven Hoffmann, Marcel Damerius (55. Minute Levent Eyüp), Björn Krüger, Frederick Krell, René Salato, Arda Evrem (82. Minute Daniel Klassen), Andrews Asare (71. Minute Alexander Brandt), André Meyer, Tobias Sauermilch, Alexander Steinpreis.