Auf die Angriffe vorbereitet

Holte mit Silber das beste niedersächsische Ergebnis: Fiona Fischer.

Fischer-Geschwister im Judo nternational unterwegs

Die Judo Geschwister Fiona und Fabio Fischer nutzen das lange Mai-Wochenende, um international zu kämpfen und zu trainieren.
Die Godshornerin startete beim 21. Internationalen Thüringer Messe-Cup in Erfurt. Bei diesem,U16 DJB-Sichtungsturnier traf sich die deutsche Nachwuchselite um sich untereinander und mit zahlreichen internationalen Teilnehmern zu messen und bei der Bundestrainerin in den Focus zu stellen. Fiona startete in ihrer neuen Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm in einem, mit 39 Teilnehmern mit am stärksten besetzten Teilnehmerfeld. In fünf Begegnungen kämpfte sie sich immer stärker ins Turnier und wurde erst im Finale von der älteren und erfahrenen, bereits U 18-Kämpferin Leticia Jung von SU Annen gestoppt. Überraschte Jung Fiona vor zwei Wochen beim Turnier in Bottrop noch mit einer Würgetechnik, war sie diesmal auf derartige Angriffe vorbereitet. Erst in der letzten Kampfminute gelang es Jung eine Wertung zu erzielen. Der Turniersieg ging daher an diesem Tag verdient an die sympathische Nord-Rhein Westfälin. Fiona freute sich mit dem wiederum besten niedersächsischen Ergebnis über die Silbermedaille. Direkt im Anschluss ging die Reise mit dem NJV nach Chlapowo (POL) zum Trainingscamp, wo es nun heißen wird, sich für den Rest der Woche mit dem zum Teil doch etwas ruppigeren Kampfstilen der Polen und Litauer auseinanderzusetzen.
Den Bruder Fabio Fischer führte die Leidenschaft zum Judo zeitgleich gut 2.200 Kilometer süd-westlicher nach Frankreich. Bei dem Junioren Turnier in Poitiers arbeitete er sich als jüngster U21-Jahrgang mit sieben Kämpfen bis auf Platz fünf vor. Dass er nur, wie er selbst sagt, durch "dumme Fehler" verlor ärgert ihn besonders. Im nun anschließenden ITC in Bordeaux hat er jetzt die Möglichkeit, daran zu arbeiten.