Auf zum nächsten Krisengipfel

Entscheidende Wochen für den SCL

(rt). Gut, es war dann endlich der erste Saisonpunkt, den der SC Langenhagen im Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Egestorf ergattern konnte. Glücklich war darüber allerdings im weiten Rund des Walter-Bettges-Stadion niemand. Nicht einmal die Mannschaft von Spielertrainer Jan Zimmermann, der sich beim Tabellenletzten sogar als Favorit sah. Anhand der Tabellenkonstellation konnte dem Ex-Profi nicht widersprochen werden. Die Deisterkicker haben bisher in Punkt- bzw. Pokalspielen überzeugende Leistungen erbracht. In Langenhagen war hiervon lange Zeit nichts zu sehen. Man konnte nach einem Blick auf den Spielberichtsbogen fast meinen, dass die Gäste vor lauter Überheblichkeit mehrere Spieler schonen wollten. Erst nach einer Standpauke in der Halbzeitpause lief das Spiel einseitig in Richtung Tor des SC Langenhagen. Dieser beschränkte sich fortan auf schnelles Konterspiel, blieb im Abschluss jedoch wiederholt harmlos. So kam Egestorf doch noch zum sicherlich verdienten Ausgleich, der beiden Kontrahenten wenig weiterhilft. Die Flughafenstädter spielten nach anfänglichem Abwarten gut mit, die Defizite im Offensivspiel waren dennoch nicht zu übersehen. Die jungen, unerfahrenen Akteure von Trainer Stefan Gehrke ließen die wenigen guten Torchancen leichtfertig liegen, der Traum vom ersten Dreier platzte daher frühzeitig. Positiv stimmte die Reaktion nach dem Gegentor. Als alles mit einer neuerlichen Pleite rechnete, rafften sich die Hausherren auf und ließen kaum noch gefährliche Situationen des Gegners zu. Nun gilt es die Lichtblicke ins nächste Spiel zu transportieren. Morgen ab 15 Uhr kommt es in Osnabrück zum Kellerduell gegen die U23 Elf des Drittligisten. Überraschenderweise kamen die Mannen um Trainer Joe Enochs bisher noch nicht in Tritt, so dass sie zusammen mit dem SCL bisher ohne Sieg dastehen. Für dieses wiederholt richtungsweisende Spiel testete der Oberligist beim Bezirksligisten SV Germania Grasdorf, der vom ehemaligen SCL-er Patrick Werner trainiert wird. In einem laut Gehrke „sehr guten Test“ trafen Georgios Tsakiridis und Sotirios Panagiotidis zum 2:1-Sieg. Um für die nächsten entscheidenden Spiele gewappnet zu sein wurden auch drei Testspieler eingesetzt.