Bavenstedt besiegt wackere Krähen

Waldsee-Team scheitert unglücklich

Der SV Bavenstedt zählt nicht unbedingt zu den Lieblingsgegnern des TSV Krähenwinkel/
Kaltenweide. Zehnmal hat es bis dato in der Fußball-Landesliga Partien zwischen den Krähen und
dem Team aus dem Hildesheimer Stadtteil gegeben, und nur einmal ging der TSV KK als
Sieger aus diesem Duell hervor. Und dieser Erfolg liegt auch schon lange zurück, ereignete
er sich doch am 24. April 1999. Am vergangenen Sonnabend machte sich das Waldsee-Team
auf, um die Bilanz gegen den SVB aufzupolieren.
Die Konstellation stellte sich diesmal allerdings anders als üblich dar. Während die Mannschaft
von Trainer Ingo Trebing als Tabellenfünfter nach Hildesheim fuhr, rangierten die Gastgeber
nach durchwachsenem Saisonstart lediglich auf Position Acht und somit nicht auf den vorderen
Plätzen, wo man sie für gewöhnlich verorten würde.
Trebing hatte diesmal eine Fünferkette aufgeboten, um möglichst lange die Null zu halten.
Dass dieses gelang, hatte zum einen mit einem gut reagierenden Jan Helms im Krähentor,
zum anderen mit etwas Glück zu tun. Helms lenkte einen aus kurzer Distanz abgegebenen
Schuss von Hady El-Saleh über die Latte. Dann kam das Glück, das verhinderte, dass der
bestens postierte Sebastian Klisa eine große Torchance ausließ. Und dann sollte Fortuna den
Krähen noch einmal zur Seite stehen, als ein Foul von Andrè Ulrich sich Millimeter vor der
Strafraumgrenze ereignete. Statt eines Elfmeters gab es Freistoß für den SV Bavenstedt,
und dieser wurde von Tim Hübner und Sebastian Helms mit vereinten Kräften entschärft.
Dann hatte der TSV KK seine Startschwierigkeiten überwunden und fand nun immer besser
ins Spiel. Nach einer halben Stunde traten die Gäste erstmals offensiv in Erscheinung.
Nach einer starken Vorarbeit von Marcel Kunstmann traf Felipe-Marcel Böttcher den Ball,
der durch eine Linksflanke zu ihm kam, nicht richtig. Später schlug Philipp Schmidt einen
Freistoß von der linken Seite steil auf den langen Pfosten. Von dort beförderte Kunstmann
das Leder per Kopf zum im Strafraum lauernden Tjark Miener. Die Zielperson verfehlte das
Spielgerät um Haaresbreite. Die nächsten Gelegenheiten waren den Bavenstedtern
vorbehalten. Hady El-Saleh und Kevin Bodmann konnte diese jedoch nicht nutzen.
So fand die Feststellung der Zuschauer, die bei äußerst ungemütlichen Witterungsbedingungen
zugegen waren, dass der unentschiedene Spielstand zur Halbzeitpause angemessen war,
breite Zustimmung.
Nach dem Seitenwechsel wurden die Strafraumszenen auf beiden Seiten etwas weniger.
Auf Seiten des TSV KK gab es einen Schmidt-Freistoß von der linken Strafraumgrenze zu
Marcel Kunstmann, der knapp scheitern sollte. Gegenüber war Jan Helms bei einem
Versuch von Jan Laumann zur Stelle. Doch dann kam die 72. Minute, und Laumann konnte
doch noch jubeln. Er erzielte das Tor des Tages, profitierte von Abwehrversuchen der
Krähen, die auf dem rutschigen Boden Versuche blieben.
Der Endstand war damit bereits hergestellt, denn ganz große Torannäherungen blieben in
der Folgezeit aus. Eine unglückliche Niederlage, denn die Krähen haben an diesem
Nachmittag vor allem in kämpferischer Hinsicht vollends überzeugt. Die Spieler haben alles
investiert, haben geackert, haben gekämpft und wurden nicht müde, bis zur letzten Sekunde
an eine Wende im Spiel zu glauben. Es hat nicht sollen sein. So wird der TSV Krähenwinkel/
Kaltenweide in der Rückrunde im zwölften Duell mit dem SV Bavenstedt erneut versuchen,
den ersten Sieg des dritten Jahrtausends einzufahren.


Mannschaft: J. Helms, Schütz, Hübner (ab 75. Minute M.Ulrich), A. Ulrich (ab 60. Minute Döpke), S. Helms,Pfeuffer, Schmidt, T. Miener, Mücke, Böttcher (ab 80. Minute Tasche), Kunstmann; Trainer: Trebing
; Tor: 72. Minute 1:0 Jan Laumann.